Herzklopfen, Schweiß und Übelkeit sind für viele Flugreisende Begleiter. Die Angst vor dem Fliegen ist verbreitet, aber es gibt Wege, sie zu meistern.
Panik im FlugzeugWas Sie gegen Flugangst tun können und woher sie kommt

Mulmiges Gefühl bei Start oder Landung: Progressive Muskelentspannung lenkt von der Flugangst ab und fördert Entspannung.
Copyright: Andreas Arnold/dpa/dpa-tmn
Symptome wie Herzrasen, starkes Schwitzen oder Übelkeit treten bei Ihnen bereits am Abfluggate oder erst in der Maschine auf und es überkommt Sie Panik? Sie gehören damit zu einer großen Gruppe, denn wie die dpa meldet, ist Aviophobie nach Angaben des Berliner Centrums für Reise- und Tropenmedizin (BCRT) ein weit verbreitetes Phänomen.
Die naheliegende Schlussfolgerung wäre, bei Flugangst einfach auf Flugreisen zu verzichten. Diese Option besteht jedoch nicht immer, beispielsweise bei unaufschiebbaren Dienstreisen oder wenn der lang geplante Urlaub mit der Familie bevorsteht. Das BCRT empfiehlt eindringlich, sich der Angst zu stellen und sie nicht bis zum Reiseantritt zu ignorieren.
Die Ursachen der Flugangst verstehen
Vielmehr ist es ratsam, dass sich Betroffene aktiv mit ihrer Aviophobie beschäftigen, um eine Behandlung zu ermöglichen. Dies impliziert als ersten Schritt, die Ursprünge und die genauen Bezugspunkte der Angst zu ergründen.
Die Gründe dafür sind sehr persönlich und häufig vielschichtig. Einige Personen haben Angst vor einem möglichen Absturz, während andere das Gefühl der Hilflosigkeit und des Eingeschlossenseins im Flugzeug als belastend empfinden. Ebenso können Platzangst oder Akrophobie als Faktoren mitwirken.
Als Trigger für die Aviophobie kommen persönliche schlechte Erlebnisse, Berichterstattung in den Medien oder Schilderungen von Dritten infrage. Laut BCRT kann bei einigen Personen auch eine bereits existierende allgemeine Angststörung die Ursache sein, welche sich dann im Flugzeug manifestiert. Ferner können private Sorgen wie hoher Stress oder partnerschaftliche Konflikte dahinterstecken, die das Gefühl der inneren Stabilität untergraben. In der Kabine kann sich diese Anspannung derart steigern, dass sie in einer Panikattacke mündet.
Von Aufklärung bis Entspannung: Was gegen die Panik hilft
Die Therapieoptionen bei Aviophobie sind von der spezifischen persönlichen Diagnose abhängig. Für einige Betroffene ist es hilfreich, sich Wissen über die Prozesse und die technische Funktionsweise des Fliegens anzueignen und sich der Situation gezielt auszusetzen. Diese Methode wird als Expositionstherapie bezeichnet. Diverse Organisationen, darunter Fluglinien oder darauf spezialisierte Firmen, offerieren entsprechende Seminare gegen Flugangst. Manchmal kommt dabei auch Virtual-Reality-Technologie zum Einsatz, um die Bedingungen an Bord nachzubilden.
Anderen wiederum nützen verhaltenstherapeutische Ansätze, in deren Rahmen sie lernen, Bewältigungsstrategien für ihre Angst zu entwickeln. Eine Taktik, die auch ohne professionelle Begleitung erprobt werden kann, stellt die progressive Muskelrelaxation dar.
Dabei kontrahieren Sie so viele Muskelgruppen wie möglich zur selben Zeit, behalten diesen Zustand für einige Sekunden bei und lockern anschließend die gesamte Muskulatur wieder. Diese einfache Übung kann an jedem Ort durchgeführt werden, sei es am Gate oder an Bord des Flugzeugs. Sie dient der Ablenkung von der Furcht und unterstützt die körperliche und geistige Lockerung. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.