Süßigkeiten dominieren die Osternester, doch es gibt gesündere Optionen. Eine Ernährungsberaterin erklärt, wie man den Zuckerkonsum reduzieren kann.
Tipps fürs gesunde OsternestWas statt Schokohasen und Co. ins Körbchen kommen kann

Mehr als nur Schokolade: Ein buntes Osternest kann auch gesunde Alternativen enthalten.
Copyright: Christin Klose/dpa-tmn
Sobald die Weihnachtsleckereien die Regale der Geschäfte verlassen haben, füllen sich diese mit Osterkonfekt wie Schokoladenhasen. Der hohe Konsum dieser Süßwaren ist jedoch bedenklich. Eine gesündere Gestaltung des Osterfestes für Kinder ist aber möglich, wie Daniela Krehl, Fachfrau für Ernährung bei der Verbraucherzentrale Bayern, laut dpa erläutert. Sie betont: „Wir wollen den Kindern ja nicht den Spaß verderben“. Ein vollständiger Verzicht auf Schokolade sei nicht erforderlich, doch anstelle des großen 150-Gramm-Hasen wäre eine kleinere Portion ratsam. „Wir empfehlen, eine Handvoll Süßigkeiten am Tag nicht zu überschreiten“, äußert Krehl. Als Maßstab diene dabei die Kinderhand.
Der hohe Zuckeranteil in Schokolade und ähnlichen Produkten stellt das Hauptproblem dar, da er die Gefahr von Karies steigert. Für Kinder ist dieser Umstand besonders kritisch. Krehl führt aus: „Kleine Körper brauchen weniger Energie, und somit sind sie schneller bei der Zuckermenge angelangt, die nicht mehr gesundheitlich verträglich ist“. Zugleich benötigen Kinder viele Mineralstoffe sowie Vitamine, welche in Süßwaren fehlen – man spricht hier von leeren Kalorien.
Nahrhafte Alternativen für das Osterkörbchen

Kleine Kraftpakete fürs Nest: Energieballs liefern Süße und wertvolle Nährstoffe zugleich.
Copyright: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Die Expertin empfiehlt deshalb, bevorzugt Knabbereien in das Osterkörbchen zu geben, die zuckerärmer sind und im Gegenzug wichtige Nährstoffe bereitstellen. Hierzu zählen beispielsweise Energiebällchen aus Nüssen und Dörrobst; diese enthalten zwar Fruchtzucker, liefern aber auch Vitamine und Mineralien. Gefriergetrocknete Früchte überzeugen Kinder oft durch ihre intensive Farbgebung. Hartgekochte Eier stellen eine nährstoffreiche und optisch ansprechende Ergänzung dar. Ebenfalls eine gute Idee sind kleine Töpfe mit Kresse, die nahrhaft ist und auf einem Brot mit Butter oder Frischkäse gut schmeckt.
Selbstgebackenes und die richtige Präsentation
Eine weitere Möglichkeit ist das eigene Backen. Laut Krehl lässt sich Hefeteig beispielsweise mit wenig Zucker herstellen. Die Ernährungsexpertin fügt hinzu: „Und wenn ich den dann auch noch mit einem hohen Vollkornanteil bestücke, vielleicht Quark in den Teig gebe, dann habe ich viel Eiweiß. Auch bei der Butter kann ich sparen und etwas Rapsöl hinzugeben, das enthält günstige Fettsäuren“.

Süßer Blickfang aus dem Ofen: In Hasenform überzeugt selbst gesünderes Gebäck.
Copyright: Mareike Pucka/biskuitwerkstatt.de/dpa-tmn
Eine attraktive Darbietung ist entscheidend, damit die gesünderen Osterkörbchen ebenso gut ankommen. Farbenfrohe Leckereien oder in Stoffbeutel verpackte Kleinigkeiten gestalten das Entdecken zu einem besonderen Moment. „Dann ist schon allein das Öffnen ein kleines Event“, merkt Krehl an. Auch nahrhaftes Gebäck, das wie ein Hase geformt ist, findet bei Kindern größeren Anklang.
Zusätzlich zu den essbaren Gaben eignen sich auch kleine Spielzeuge im Osterkorb. Artikel wie Seifenblasen oder ein Hüpfseil animieren zur Aktivität im Freien. Krehl erklärt dazu: „Jetzt können die Kinder wieder mehr raus und gerade die Bewegung ist ja auch noch mal ganz wichtig im Zusammenspiel mit der Gesundheit“. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
