Eine Gehhilfe unterstützt im täglichen Leben, aber eine unsachgemäße Verwendung birgt Sturzgefahr. Wie Sie das Hilfsmittel gefahrlos einsetzen.
Sicher unterwegs mit dem RollatorDiese Fehler solltet ihr vermeiden

So geht's richtig: Die Füße befinden sich zwischen den Hinterrädern. Heißt: man geht nicht hinter, sondern im Rollator.
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Bei Beeinträchtigungen wie Muskelschwäche oder Balanceproblemen ermöglicht ein Rollator mehr Mobilität. Eine fehlerhafte Nutzung des Hilfsmittels kann jedoch zu gefährlichen Situationen und Stürzen führen. Um dies zu verhindern, sollten diverse wesentliche Aspekte berücksichtigt werden.
Informationen hierzu stellt das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) bereit, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldet.
Das Wohnumfeld rollatorgerecht gestalten
Für den Einsatz der Gehhilfe in den eigenen vier Wänden sind vorbereitende Maßnahmen empfehlenswert. Wenn die Räder an Hindernissen hängen bleiben, kann die Balance rasch verloren gehen. Das ZQP empfiehlt daher, lose Teppichränder zu fixieren, dicke Bodenbeläge zu beseitigen und Türschwellen mittels kleiner Rampen zu überbrücken. Unter Umständen ist auch eine Neuanordnung von Möbelstücken erforderlich.
Korrekte Einstellung und Körperhaltung sind entscheidend
„Wichtig ist, dass ein Rollator den eigenen Bedürfnissen und konkreten Einsatzbedingungen möglichst gut entspricht“, äußert Daniela Sulmann, Pflegeexpertin des ZQP. Nach der Auswahl eines Modells in einem Sanitätshaus nach fachkundiger Beratung, sollte die Anpassung direkt dort erfolgen. Von zentraler Bedeutung sind hierbei die Höhe der Griffe sowie die Funktion der Bremsen.
Eine aufrechte Haltung ist das oberste Gebot. Man sollte sich weder vorbeugen noch die Schultern anheben. Um maximale Stabilität zu gewährleisten, ist es ferner essenziell, dass die Füße sich während des Gehens zwischen den hinteren Rädern bewegen. Die Fortbewegung erfolgt somit im und nicht hinter dem Gerät. Diese Regel hat auch bei Steigungen oder Gefällen Gültigkeit, wobei im letzteren Fall ständige Bremsbereitschaft geboten ist. Zusätzlich empfiehlt die Aktion Das Sichere Haus (DSH), die Bremsen zu arretieren, bevor man sich auf die Gehhilfe setzt.
Training für anspruchsvolle Situationen im Alltag
Das Bewältigen von Bordsteinkanten, der Einstieg in öffentliche Verkehrsmittel oder das Passieren von Türen erfordert Übung. Hierfür bieten sich spezielle Rollatorkurse an. Solche Schulungen werden beispielsweise von Kliniken, in der Physio- oder Ergotherapie, durch die Polizei, Verkehrsunternehmen oder die Deutsche Verkehrswacht durchgeführt.
Mögliche Nachteile bei der Nutzung eines Rollators
Die Anschaffung einer Gehhilfe sollte allerdings nicht eigenmächtig erfolgen. Das ZQP empfiehlt, das Thema im Vorfeld mit dem behandelnden Arzt, einem Orthopäden oder einem Physiotherapeuten zu besprechen. (red)
Eine Gehhilfe ist nur für Personen gedacht, die tatsächlich darauf angewiesen sind. Die Nutzung über einen längeren Zeitraum ohne medizinische Notwendigkeit kann das Risiko für Gleichgewichtsprobleme erhöhen und die Gehkompetenz verringern. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
