Die lästigen Fussel im Bauchnabel sind kein Zufall. Ein Forscher erklärt, wie sie entstehen und was man tun kann.
Wollmäuse im BauchnabelWarum sie entstehen und wie Sie die lästigen Fusseln loswerden

Besonders betroffen von Bauchnabelflusen sind Männer.
Copyright: Silvia Marks/dpa-tmn
Kommt es Ihnen gelegentlich so vor, als würde Ihr Nabel Flusen produzieren? Solche Ansammlungen sind nicht ungewöhnlich, insbesondere bei nach innen gewölbten Bauchnabeln. In dieser Vertiefung reichern sich laut dem Internisten Matthias Juricke eine Mischung aus abgestorbenen Hautzellen, Talg, Schmutzpartikeln und Textilfasern an. Dies erläutert er in der Publikation „Apotheken Umschau“ (Ausgabe B 5/26).
Männer sind für die Bildung von Nabel-Fusseln übrigens besonders anfällig, was auf ihre typischerweise stärkere Behaarung am Bauch zurückzuführen ist. Diese Erkenntnis stammt von Georg Steinhauser, einem Strahlenphysiker der TU Wien, der dies im Rahmen eines privaten Forschungsprojekts feststellte.
Funktion der Bauchhaare bei Fusselbildung
Ein zentrales Ergebnis seiner Studie, welche im Jahr 2009 mit dem Titel „The nature of navel fluff“ publiziert wurde, betrifft die Bauchbehaarung. Aufgrund der schuppenartigen Beschaffenheit der Haare in der Nabelregion werden Textilfasern aus der Kleidung gelöst. Anschließend transportieren die Haare diese Fasern in den Bauchnabel. Dort formen sie sich über Zeit zu einem verfilzten Knäuel.
Die Forschung, die sich über drei Jahre erstreckte, bietet zudem Ratschläge zur Reduzierung der Fusselansammlung. Eine wirksame Methode zur Verhinderung der Flusenbildung ist demnach das Rasieren der Bauchbehaarung. Des Weiteren bilden sich beim Tragen älterer Oberteile und Hemden weniger Flusen im Vergleich zu neuer Kleidung.
Wie sich Geruchsbildung vermeiden lässt
Ab einem bestimmten Grad können die Ablagerungen im Nabel als störend empfunden werden. Wenn diese beim Duschen nicht entfernt werden, schafft die verbleibende Nässe einen idealen Nährboden für Pilze und Bakterien, erklärt der Internist Matthias Juricke. Eine Proliferation dieser Mikroorganismen kann zur Folge haben, dass der Nabel einen unangenehmen Geruch entwickelt.
Um dies zu umgehen, wird eine regelmäßige Säuberung des Bauchnabels mit einer sanften Waschlotion empfohlen, so die Empfehlung des Arztes. Stärkere Verschmutzungen können dabei effektiv mit einem Waschlappen oder alternativ einem Wattestäbchen beseitigt werden. Anschließend ist es wichtig, den Nabelbereich sorgfältig trocknen zu lassen.
Falls der Nabelbereich gerötet ist, anschwillt oder Schmerzen verursacht, ist eine ärztliche Untersuchung ratsam. Die Ursache könnte eine Entzündung sein, deren Therapie mittels antiseptischer Salben erfolgen kann. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.