Der Pool muss fit für den Sommer werden. Von der Reinigung bis zur Wasserqualität – das sind die wichtigsten Schritte.
Pool fit für den SommerWas Besitzer für den Saisonstart jetzt wissen müssen

Macht vor allem in einem sauberen Pool Spaß: im Wasser planschen.
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Damit das Schwimmbecken im eigenen Garten wieder für das Badevergnügen genutzt werden kann, sind nach der Winterruhe einige Vorbereitungen nötig. Zunächst lassen sich mit einem Netz Laub, Zweige und anderer grober Unrat von der Wasseroberfläche entfernen. „Dann muss man beurteilen, in welchem Zustand das Wasser ist“, sagt Ute Wanschura vom Bundesverband Schwimmbad & Wellness in Köln. Es muss entschieden werden, ob ein kompletter Austausch des Wassers erforderlich ist oder eine Weiternutzung infrage kommt. „Boden und Wände des Pools sollten auf Beschädigungen untersucht werden“, so Wanschura. Ebenfalls ist die Auskleidung auf mögliche Risse oder Löcher zu kontrollieren.
Des Weiteren empfiehlt sich eine Kontrolle der Pumpe und des Filtersystems auf ihre korrekte Funktion nach der kalten Jahreszeit. „Die Filteranlage des Pools setzt sich oft zu und muss dann gründlich von Rückständen befreit werden“, so Michael Henze vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau. Ein Austausch der Anlage ist bei starker Verunreinigung im Rhythmus von zwei bis drei Jahren ratsam. Zusätzlich muss die Dichtheit sämtlicher Rohrleitungen kontrolliert werden.
Manuelle Säuberung als erster Schritt
Wenn eine umfassende Säuberung des Beckens erforderlich ist, müssen Ablagerungen am Boden und an den Seitenwänden komplett, jedoch materialschonend entfernt werden. „Das geht am besten mit einer Bürste oder einem Poolschwamm“, so Ute Wanschura. Für diese Art der initialen Säuberung sind automatische Reinigungsgeräte laut der Expertin ungeeignet.
„Diese Arbeiten müssen in der Regel manuell ausgeführt werden, damit alles sauber wird“, sagt sie. „Reinigungsroboter schaffen das meist nicht.“ Ihre Stärken liegen stattdessen in anderen Bereichen, beispielsweise bei der laufenden Unterhaltspflege des Pools. Der wesentliche Vorzug besteht darin, dass für die Reinigung des Beckens kein persönlicher Einstieg ins Wasser mehr nötig ist. Diese Aufgabe erledigt das Gerät, während es sich autonom durch das Schwimmbecken bewegt und die Flächen mit seinen Bürsten bearbeitet.

Kann bei der regelmäßigen Pflege ein fleißiger Helfer sein, ersetzt meist aber nicht die manuelle Grundreinigung: der Roboter für den Pool.
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Auswahl des passenden Reinigungsroboters
„Wir empfehlen Roboter mit Akkubetrieb, weil sie flexibler sind als welche mit Kabel“, sagt Michael Henze. Ein besonderer Komfort ergibt sich, wenn das Gerät über eine Funktion zum Erklimmen der Wände verfügt und somit eigenständig die Seitenflächen säubert. Prinzipiell sind solche Reinigungsautomaten für jede Art von Schwimmbecken verwendbar.
„Bei Standardmaßen mit rechteckiger Form ist die Reinigung gar kein Problem“, sagt Ute Wanschura. „Bei Rundbecken muss man unter Umständen Abstriche bei der Reinigung der Wände machen, weil die Bürsten nicht vollständig an die runden Wandflächen herankommen.“ Ebenso stellen Stufen für die Geräte eine Herausforderung dar. „Je nach Modell können sie zwar Treppen steigen, aber sie bekommen mit der Reinigung Schwierigkeiten, wenn die Treppenstufen schmaler als der Roboter sind und seine Bürsten dann überstehen und nicht richtig greifen können“, so Wanschura. Laut Henze sollte ein vorhandener Poolroboter ein- bis zweimal wöchentlich eingesetzt werden.
Wasserqualität: pH-Wert und Chlor richtig einstellen
Frisches Wasser lässt sich unmittelbar aus dem haushaltsüblichen Leitungsnetz in das Becken füllen. „Verantwortungsvolle Poolbesitzer machen das nicht in der sommerlichen Hochsaison oder während andauernder Trockenperioden“, sagt Ute Wanschura. Danach ist eine Chlorung des Wassers empfehlenswert, vorzugsweise durch eine Schockchlorung, die wirksam gegen Algen, Bakterien und Eintrübungen vorgeht. Bei diesem Verfahren erhöht man die Chlorkonzentration temporär auf einen Wert, der signifikant über einem Milligramm je Liter Wasser liegt. Diese Maßnahme ist ebenfalls erforderlich, falls das bereits vorhandene Wasser im Becken verbleiben soll.
„Je nach Zustand des Wassers kann es sinnvoll sein, nur einen Teil abzulassen und mit frischem Wasser aufzufüllen“, sagt Michael Henze. „Dabei müssen die chemischen Werte geprüft und gegebenenfalls angepasst werden.“ Von zentraler Bedeutung ist der pH-Wert des Wassers. „Ideal ist ein Wert zwischen 7,0 und 7,4. Ist der pH-Wert zu niedrig, kann das zu Hautreizungen bei den Nutzern führen. Ist er zu hoch, fördert das die Algenbildung“, erklärt Ute Wanschura. „Es gibt aber pH-Senker und pH-Heber, die bei Bedarf eingesetzt werden können.“ Laut Wanschura ist es ratsam, die Filteranlage für ungefähr eine Woche in Betrieb zu nehmen, bevor das erste Bad genommen wird. Innerhalb dieses Zeitraums sollte sich die Chlorkonzentration auf einen Wert von 0,5 bis 1 Milligramm für jeden Liter Wasser einpendeln.

Hält Blätter und Co. ab - und nicht nur das: Eine Abdeckung verhindert, dass viel Wasser aus dem Schwimmbecken verdunstet.
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Laufende Pflege während der Badesaison
„Man sollte täglich nachschauen, ob Blätter oder Insekten auf der Wasseroberfläche schwimmen und diese dann entfernen. Das geht gut mit einem Kescher“, so Michael Henze. Der Poolroboter kann für die Säuberung des Bodens und der Seitenwände genutzt werden. Wird zusätzlich einmal wöchentlich der pH- und Chlorwert kontrolliert und bei Bedarf korrigiert, ist eine hygienisch einwandfreie Wasserqualität gewährleistet.
Eine Abdeckplane ist nützlich, um das Becken sauber zu halten. „Sie schützt vor Grobverschmutzung, spart Energie und vermindert die Verdunstung des Wassers“, sagt Ute Wanschura. Darüber hinaus wird allen Badenden empfohlen, sich vor dem Sprung ins Wasser abzuduschen. Auf diese Weise werden weniger Verunreinigungen und Reste von Kosmetikprodukten in das Becken eingetragen. Eine Grünfärbung des Wassers ist ein Indiz für Algenwachstum. „Es ist ein Anzeichen, dass die Chemie des Wassers nicht mehr in Ordnung ist“, so Michael Henze. In einem solchen Fall sollten der pH-Wert und die Chlorkonzentration gemessen und bei Abweichungen justiert werden. Die kontinuierliche Durchführung der Reinigungsmaßnahmen ist jedoch entscheidender als ein übermäßiger Einsatz von Chemikalien. (dpa/red)
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