Abo

Gefahr am KinderlenkerADAC findet krebserregende Stoffe in Kinderfahrrädern

3 min
Kinderfahrradtest des ADAC

Beim ADAC-Test durften die Kinder im Parcour selbst die Räder ausprobieren und ihre Bewertung abgeben.

Eine Untersuchung von 24-Zoll-Fahrrädern für Kinder durch den ADAC zeigt: Ein hochpreisiges Rad schneidet am besten ab, während viele Modelle belastet sind.

Kinderfahrräder im ADAC-Check: Preisintensives Rad gewinnt, Schadstoff-Fund in Griffen. Mit dem Einzug des Frühlings startet für zahlreiche Kinder die Zeit auf dem Rad. Aus diesem Anlass prüfte der ADAC neue Modelle mit 24-Zoll-Bereifung. Diese sind üblicherweise für Heranwachsende im Alter von acht bis 14 Jahren konzipiert. Die Kosten für die geprüften Fahrräder bewegten sich in einem Rahmen von 267,98 Euro bis zu 808 Euro.

Schwerpunkte der Untersuchung waren die Fahrsicherheit und das Fahrverhalten, darunter Aspekte wie die Wirkung der Bremsen, der Abstand der Pedale zum Boden und die generelle Stabilität. Laut dpa wurden darüber hinaus das Handling, die kindgerechte Konzeption und ausgewählte Komponenten einer Schadstoffanalyse unterzogen.

Spitzenreiter im Test mit fast 800 Euro Preis

Das Resultat der Prüfung: Kein einziges der geprüften Fahrräder erreichte die Bewertung „sehr gut“, aber elf Modelle wurden als „gut“ eingestuft. Mit einer Gesamtnote von 2,0 („gut“) wurde das „Woom Explore 5“ zum eindeutigen Gewinner erklärt, dessen Preis bei 798,90 Euro liegt. Es war das einzige Rad im Vergleich, das mit Scheibenbremsen ausgestattet war, was gerade bei feuchten Bedingungen eine gleichbleibende Bremswirkung gewährleistete.

Das „Cube Numove 240 Street“ für 599 Euro rangiert mit der Note 2,2 direkt dahinter. Für 499,99 Euro ist das „Axess LUU.24 EQ“ das preiswerteste Modell mit der Bewertung „gut“ (2,3). Die gleiche Note von 2,3 erhielten auch das „Winora Dash 24“ für 529 Euro sowie das „KTM Wild Cross Street 24“, das 549 Euro kostet.

Belastete Griffe und Sättel bei mehreren Modellen

Bei der Analyse auf schädliche Substanzen offenbarte sich laut ADAC ein problematisches Ergebnis. Ein Rad zum Preis von etwa 455 Euro bestand den Test nicht, weil in seinen Griffen Materialien nachgewiesen wurden, die als „hochgradig krebserregend“ klassifiziert werden. Obwohl die übrigen Resultate zufriedenstellend waren, führte dies zur Abwertung des Fahrrads auf die Gesamtnote 5,0 („mangelhaft“).

Insbesondere in den Sätteln anderer Fahrräder konnten Weichmacher festgestellt werden. In manchen Fällen resultierte dies in einer Herabstufung auf die Note 3,0, was aber keinen Einfluss auf das Gesamturteil hatte. Eltern, die Bedenken haben, empfiehlt der ADAC den Austausch von Sattel oder Griffen. Beim Gewinner des Tests konnten als einzigem Modell keinerlei schädliche Substanzen gefunden werden.

Lediglich „befriedigend“ für zwei Fahrräder

Die Bewertung „befriedigend“ erhielten zwei Räder. Das preiswerteste Fahrrad der Untersuchung (267,98 Euro) erbrachte bei der Bremsenprüfung nicht die normgemäß geforderte Leistung, was zur Note 2,9 führte. Bei einem kostspieligeren Rad für mehr als 650 Euro (Note 2,7) fiel auf, dass die Pedale schon bei leichter Neigung Kontakt zum Untergrund bekamen, wodurch das Risiko für Stürze steigt.

Empfehlungen für den Kauf eines Fahrrads für Kinder

Zusätzlich gibt der ADAC einige Ratschläge für den Erwerb. Ein geringeres Gewicht des Modells erleichtert Kindern die Handhabung. Zugleich ist eine möglichst hohe maximale Zuladung von Vorteil. Manche der geprüften Fahrräder sind lediglich für eine Belastung bis circa 50 Kilogramm ausgelegt, was für einen größeren Heranwachsenden mit Gepäck schon unzureichend sein könnte.

Darüber hinaus ist es von Bedeutung, dass das Rad an unterschiedliche Körpergrößen angepasst werden kann und somit mit dem Nachwuchs „mitwachsen“ kann.

Ein Fahrrad benötigt gemäß der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) unter anderem eine Klingel, Beleuchtung und Reflektoren. Im Test waren nicht alle Modelle bereits bei Auslieferung komplett ausgerüstet – Käufer müssen hier gegebenenfalls Teile nachrüsten. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.