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Die Fett-FalleDas bedeuten Begriffe wie „fettarm“ und „leicht“ wirklich

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Lebensmittel liegen in einem Einkaufswagen

Wird ein Lebensmittel als «fettreduziert» beworben, so muss es mindestens 30 Prozent weniger Fett enthalten als vergleichbare Produkte.

„Fettreduziert“ oder „leicht“ heißt nicht immer kalorienarm. Was die Werbeversprechen auf Lebensmitteln bedeuten.

Fühlen Sie sich beim Griff zu Waren mit Aufschriften wie „fettreduziert“, „fettarm“ und „ohne Fett“ ebenfalls besser? Der Bundesverband der „Verbraucher Initiative“ weist jedoch darauf hin, dass die Hoffnung auf weniger Kalorien neben einem geringeren Fettgehalt nicht immer zutrifft.

Die Verwendung von Angaben zu Nährwerten sowie die Voraussetzungen, die Erzeugnisse hierfür erfüllen müssen, sind gesetzlich festgelegt. Aber was verbirgt sich hinter den einzelnen Bezeichnungen? Aufklärung bietet die „Verbraucher Initiative“.

Die Bedeutung von „fettreduziert“

Wird ein Nahrungsmittel als „fettreduziert“ beworben, muss es einen um mindestens 30 Prozent geringeren Fettanteil als vergleichbare Erzeugnisse aufweisen. „Schaut dabei aber genau hin, um was für ein Produkt es sich handelt. Fettreiche Lebensmittel wie Salami, Leberwurst, Sahne, Crème fraîche oder Kartoffelchips werden nicht zu fett- und energiearmen Produkten, nur weil sie 30 Prozent weniger Fett enthalten als die Originale“, erläutert Alexandra Borchard-Becker, Fachreferentin bei der „Verbraucher Initiative“.

Was „energiereduziert“ und „leicht“ aussagen

Dies trifft auch auf Erzeugnisse zu, die als „energiereduziert“ oder „leicht“ gekennzeichnet sind. Für als „energiereduziert“ deklarierte Nahrungsmittel ist ein um mindestens 30 Prozent geringerer Kaloriengehalt Pflicht. Die Bezeichnung „leicht“ wiederum impliziert, dass der Gehalt an Energie, Fett oder Zucker um mindestens 30 Prozent unter dem von ähnlichen Waren liegt.

Allerdings muss ersichtlich sein, worauf sich die Kennzeichnung „leicht“ oder „light“ konkret bezieht, beispielsweise auf „energiereduziert“ oder einen „reduzierten Fettanteil“. Um die Erzeugnisse korrekt bewerten zu können, empfiehlt die Expertin einen genauen Blick auf das Zutatenverzeichnis und die Nährwertangaben.

Borchard-Becker merkt zudem an, dass „leichte“ Nahrungsmittel häufig teurer sind als Waren mit vergleichbaren Nährwerten, die keine besondere Auslobung tragen. Preiswertere Optionen seien demnach oft Käse mit 30 Prozent Fettanteil in der Trockenmasse, Joghurt mit Früchten und 1,5 Prozent Fett oder fettarme Wurstwaren wie Putenbrust und gekochter Schinken anstelle von Light-Varianten bei Käse, Joghurt oder Salami.

„Fettarm“ und „ohne Fett“: Was die Begriffe bedeuten

Verlässlicher sind hingegen die Angaben „fettarm“ und „ohne Fett“, da für sie exakte Definitionen existieren. Als „fettarm“ deklarierte Nahrungsmittel dürfen höchstens 3 Gramm Fett pro 100 Gramm enthalten. Steht auf der Verpackung „ohne Fett“, so liegt die Obergrenze bei maximal 0,5 Gramm Fett je 100 Gramm.

Gelegentlich findet sich der Hinweis „ohne Fett“ auf Süßwaren wie beispielsweise Fruchtgummis. Diese Angabe ist korrekt, allerdings enthalten die Erzeugnisse eine große Menge Zucker und somit ebenfalls viel Energie. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.