Girokonten kosten oft über 100 Euro im Jahr. Eine Umfrage zeigt, wo Kunden besonders tief in die Tasche greifen.
Sparkassen besonders teuerJeder dritte Kunde zahlt dort über 100 Euro im Jahr

Besonders viel Gebühr müssen laut Verivox-Umfrage Sparkassen-Kunden zahlen. (Symbolbild)
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Die Führung eines Girokontos kostet in Deutschland für fast jeden vierten Bankkunden (23 Prozent) mittlerweile mindestens 100 Euro im Jahr. Für fünf Prozent der Befragten fallen jährlich sogar Kosten von mehr als 200 Euro an. Grundlage ist eine repräsentative Erhebung von Verivox. Für das Vergleichsportal hat das Institut Innofact Ende April 2026 insgesamt 1.003 Menschen zwischen 18 und 79 Jahren befragt.
Im Gegensatz dazu besitzt beinahe ein Fünftel der Befragten (18 Prozent) ein Girokonto, für das keinerlei Gebühren anfallen.
Hohe Kosten vor allem bei Filialbanken
Laut der Erhebung sind es insbesondere die Kunden von Instituten mit Filialnetz, die mit beträchtlichen Ausgaben konfrontiert sind. Über ein Drittel der Sparkassen-Kunden (34 Prozent) entrichtet pro Jahr eine Summe im dreistelligen Bereich für die Kontoführung. Für die Genossenschaftsbanken, zu denen die Volks- und Raiffeisenbanken zählen, beläuft sich die entsprechende Quote auf fast 26 Prozent.
Girokonten ohne Gebühren werden im Gegensatz dazu oft von Direkt- sowie Smartphone-Banken offeriert. Jedoch ist dieses Angebot bei einigen Instituten an Voraussetzungen geknüpft, beispielsweise an einen regelmäßigen Geldeingang pro Monat. Darüber hinaus betreiben diese Banken keine Geschäftsstellen, an die sich Kunden bei Anliegen oder Schwierigkeiten persönlich wenden können.
Oliver Maier, der als Geschäftsführer für die Verivox Finanzvergleich GmbH tätig ist, liefert eine Einordnung der Preisstruktur. „Nach wie vor betreiben die Sparkassen ein dichtes Filialnetz, das weit in den ländlichen Raum hineinreicht“, so Maier, wie es in einer Mitteilung heißt. „Das ist teuer, bietet Verbrauchern, denen eine persönliche Vor-Ort-Beratung wichtig ist, aber auch einen Mehrwert. Deshalb ist es legitim, wenn diese Kundennähe in den Kontogebühren eingepreist wird.“ (dpa/red)
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