Ein Biss ins Stromkabel kann für Haustiere tödlich enden. So schützen Sie Kaninchen und Co. vor der Gefahr.
Tödliche Gefahr ZuhauseSo schützen Sie Haustiere vor Stromschlägen durch Kabel

Kabelschläuche oder Kabelspiralen sind eine Möglichkeit, um Haustiere vor möglichen Stromschlägen zu schützen.
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Für Nager und andere Heimtiere sind Kabel ein verlockendes Ziel. Ein Biss kann jedoch fatale Folgen haben. Es gibt aber effektive Schutzmaßnahmen.
Elektrische Leitungen, die hinter Möbeln verlaufen, im selten benutzten Gästezimmer liegen oder vom Schreibtisch herabhängen, bergen ein erhebliches Risiko. Insbesondere Kaninchen, aber auch andere Heimtiere, neigen dazu, unbemerkt daran zu nagen. Laut der Aktion „Das sichere Haus“ (DSH) genügt schon eine einzige Bissattacke, um die Ummantelung zu durchdringen und spannungsführende Teile offenzulegen.
Die Konsequenzen sind mitunter schwerwiegend. Das Tier kann Verbrennungen in der Mundhöhle davontragen oder einen letalen elektrischen Schlag erleiden. Ferner erhöht sich durch die angenagten Leitungen die Gefahr von Kurzschlüssen und Brandentwicklung im Wohnbereich. Die DSH warnt, dass selbst bei äußerlich nur geringfügig wirkenden Kauschäden die innere Struktur des Kabels bereits massiv beeinträchtigt sein kann.
Schutzvorrichtungen für elektrische Leitungen
Zur Prävention stehen verschiedene Optionen zur Verfügung. Eine unkomplizierte und zügig umsetzbare Maßnahme stellen Kabelschläuche oder Spiralbänder dar. Diese umhüllen einzelne Leitungen wie eine zusätzliche Hülle und sind nach Angaben der DSH innerhalb kurzer Zeit montiert. Sie eignen sich besonders gut für offenliegende Kabel, beispielsweise von Leuchten oder Netzteilen.
Die Installation von Kabelkanälen ist zwar arbeitsintensiver, bietet jedoch einen sehr zuverlässigen Schutz. Die Leisten werden fest an der Wand oder oberhalb der Sockelleiste montiert. Darin werden die Leitungen vollständig verborgen und sind somit für die Tiere nicht mehr zugänglich. Ein willkommener Nebeneffekt ist die verbesserte Optik, da der Raum ordentlicher erscheint, wenn keine Leitungen sichtbar sind.
Zusätzliche Maßnahmen für mehr Haussicherheit
Bei Leitungen, die permanent auf dem Fußboden verbleiben, bieten sich selbsthaftende Kabelbrücken an. Diese fixieren die Kabel und reduzieren dadurch sowohl die Gefahr des Anknabberns als auch die Stolpergefahr für Menschen. Mittels adhäsiver Klettbänder können Kabelstränge am Schreibtisch gebündelt und unterhalb der Arbeitsfläche angebracht werden. Dadurch wird verhindert, dass sie lose herabhängen und für Haustiere leicht zugänglich sind. Steckdosenleisten lassen sich in dafür vorgesehenen Kabelmanagement-Boxen verstauen.
Beim Erwerb von neuen Elektrogeräten empfiehlt die DSH, auf akkubetriebene Ausführungen oder auf Modelle mit einem abnehmbaren Stromkabel zurückzugreifen. Auf diese Weise lassen sich die Kabel bei Nichtbenutzung unkompliziert entfernen und außerhalb der Reichweite von Tieren lagern oder bei Beschädigung ersetzen. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.