Abo

Wackeldackel statt VerbandskastenUmfrage zeigt: Wer Auto schmückt, vergisst oft Sicherheit

2 min
Wackeldackel sitzt in einem Auto

Seltenes Tier oder aussterbende Art? Der Wackeldackel versieht laut einer Umfrage in rund zwei Prozent der Autos in Deutschland seinen treuen Dienst.

Viele Autofahrer personalisieren ihr Fahrzeug, doch eine aktuelle Erhebung deckt auf: Mit zunehmender Dekoration fehlt häufiger die vorgeschriebene Ausrüstung.

Ob Stofftiere, der Wackeldackel auf der Hutablage oder ein Duftbaum am Innenspiegel – für manche ist die individuelle Gestaltung des Fahrzeugs ein persönliches Statement. Eine von Yougov für mobile.de durchgeführte Befragung ergibt allerdings, dass lediglich etwa ein Drittel (29 Prozent) der teilnehmenden Autobesitzer dies als wichtig oder eher wichtig erachtet. Die Studie legt laut dpa zudem ein erheliches Sicherheitsdefizit nahe: Die gesetzlich geforderte Notfallausrüstung wird anscheinend öfter von denjenigen vernachlässigt, die ihr Fahrzeug verzieren.

Defizite bei der Notfallausrüstung

Die Resultate der Erhebung sind besorgniserregend. Demnach verfügen nur 87,5 Prozent der Umfrageteilnehmer mit personalisiertem Wagen über einen Verbandskasten, obwohl dieser laut Straßenverkehrszulassungsordnung in jedem Auto mitgeführt werden muss. Deutliche Mängel zeigen sich ebenfalls bei Warnwesten (82 Prozent) sowie Warndreiecken (86 Prozent). Besonders signifikant ist die Gruppe der 25- bis 34-Jährigen: Hier fehlt bei fast jedem Fünften (17 Prozent) der Verbandskasten im Fahrzeug.

Fahrzeugführer ohne personalisierte Wagen sind laut Selbstauskunft hingegen besser gerüstet. In dieser Vergleichsgruppe verfügten circa 93 Prozent über einen Verbandskasten, 89 Prozent über Warnwesten und 92 Prozent über ein Warndreieck.

Plüschtier-Fans als vorbildliche Ausnahme

Einen positiven Sonderfall stellen laut der Befragung die Freunde von Stofftieren und Talismanen dar. Von ihnen sind circa 96 Prozent mustergültig mit der vollständigen Sicherheitsausrüstung ausgestattet. Der ADAC rät generell dazu, das Verfallsdatum des Verbandmaterials regelmäßig zu kontrollieren. Seit dem Jahr 2022 gehören beispielsweise auch zwei medizinische Masken zum Inhalt.

Weitere beliebte Gegenstände in Fahrzeugen

Die Erhebung unter 2.046 Fahrzeughaltern ab 18 Jahren führt zudem die populärsten Objekte im Auto auf. Hierzu zählen Sonnenbrillen (51 Prozent), Kissen oder Decken (30 Prozent) sowie der bekannte Duftbaum (15 Prozent). Dieser ist allerdings umstritten: Obwohl er in zahlreichen Fahrzeugen zu finden ist, bezeichnete jeder dritte Teilnehmer Autodüfte als inakzeptabel. Bemerkenswerterweise erklärten 17 Prozent, überhaupt keine zusätzlichen Dinge im Wagen mitzuführen.

Die individuelle Fahrzeugnote bleibt eine Geschmacksfrage, während die Notfallausrüstung eine gesetzliche Vorschrift darstellt und im Notfall Leben bewahren kann. Für alle Fahrzeugführer sollte eine komplette und zugängliche Ausstattung deshalb höchste Priorität besitzen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.