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Amerikanische FaulbrutBienenpest bedroht Völker in Euskirchen

Lesezeit 2 Minuten
  • Nahe der Euskirchener Zuckerfabrik ist die Amerikanische Faulbrut ausgebrochen.
  • Ansässige Imker sollen sich umgehend beim Kreisveterinäramt melden.

Kreis Euskirchen – In der Nähe von Euskirchen ist eine hochansteckende Bienenseuche ausgebrochen. Die Amerikanische Faulbrut, die auch Bienenpest genannt wird, bedroht nach Angaben des Kreisveterinäramtes die Bienenvölker im Umkreis der Kreisstadt.

Die Seuche ist in einem Bienenstand in der Nähe der Euskirchener Zuckerfabrik aufgetreten. Daher haben die Veterinäre nach den Vorgaben des Tiergesundheitsgesetzes und der Bienenseuchen-Verordnung die Kernstadt Euskirchen, Kuchenheim, Weidesheim, Kleinbüllesheim und Kessenich zum Faulbrut-Sperrbezirk erklärt.

Das bedeutet, dass sich alle dort ansässigen Imker bei der Abteilung Veterinärwesen der Euskirchener Kreisverwaltung unter Telefon (0 22 51) 15 254 oder 15 253 melden sollen. Nur so könnten Maßnahmen gegen die anzeigepflichtige Tierseuche ergriffen werden, verlautete aus dem Kreishaus.

Die Amerikanische Faulbrut ist eine Infektion, die durch sporenbildende Bakterien (Paenibacillus larvae) ausgelöst wird. Sie führt wegen der dadurch bedingten hohen Sterblichkeit von Larven und Bienen zu hohen wirtschaftlichen Verlusten der Imker.

Keine Gefahr

für den Menschen

Zu den Infektionsquellen gehören verlassene Bienenstöcke und Futtervorräte der fleißigen Insekten. Die infektiösen Sporen werden von den Honigbienen aufgenommen und im Bienenstock verbreitet. Außerdem sind nach Angaben der Veterinäre häufig auch Import-Honige aus China, Südamerika oder Südeuropa mit Faulbrut-Sporen belastet.

Bekämpft wurde die Bienenpest früher, indem man alle Völker tötete. Heute werden die bebrüteten Waben der befallenen Stöcke vernichtet und Antibiotika eingesetzt.

Für Menschen, erwachsene Bienen und andere Lebewesen ist die Amerikanische Faulbrut ungefährlich.

Das Veterinäramt des Kreises Euskirchen bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Sie soll verlassene Bienenstände, etwa in Schrebergärten oder Kleingehölzen, melden. Zudem sollten nur leere und gut ausgespülte Honiggläser in die für Bienen zugänglichen Glascontainer geworfen werden. Nur so könne die Übertragung der in Import-Honigen enthaltenen Faulbrut-Sporen minimiert werden.

veterinäramt@kreis-euskirchen.de

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