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Kosten explodiertGeplanter Neubau von Eifelbad-Außenbecken in Bad Münstereifel droht zu platzen

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Das Gelände des Eifelbades in Bad Münstereifel. Rechts befindet sich ein Außenbecken mit einer Rutsche.

Die Kosten des Eifelbades stehen wieder auf dem politischen Prüfstand.

Der Neubau des Außenbeckens des Eifelbads in Bad Münstereifel steht auf der Kippe – denn die Kosten sind höher, als noch 2019 erwartet.

Das Eifelbad sorgt weiter für Diskussionen in der Politik. Der Grund diesmal: das geplante Außenbecken, das wohl eine Million Euro teurer wird, als 2019 beschlossen. Auf 1,85 Millionen Euro wurden die Kosten damals geschätzt, 90 Prozent davon wurden gefördert. Grund für den Anstieg seien deutlich gestiegene Kosten bei Material und Bauleistungen.

Die große Frage, die sich dem Bauausschuss nun stellte: Soll man das Projekt tatsächlich in Angriff nehmen? Denn unklar ist, ob die Stadt die Mehrkosten selbst tragen muss oder ob auch diese zu 90 Prozent gefördert werden. Die Crux an der Sache: Die Schätzung des Ingenieurbüros reicht der Bezirksregierung als Prüfungsgrund nicht aus. Die Stadt muss also den Auftrag ausschreiben und vergeben, erst dann prüft die Bezirksregierung.

Bad Münstereifel: Stadt berät um Eifelbad-Dilemma

Aber es ist nicht das einzige Dilemma. Würde die Politik zu dem Schluss kommen, dass man kein neues Außenbecken wolle, müsste die schon geflossene Fördersumme samt Zinsen zurückgezahlt werden. Ein Zurückstellen ins nächste Haushaltsjahr sei auch wenig erfolgversprechend. „Die Chancen jetzt sind größer als nächste Jahr, wenn wir im Haushaltssicherungskonzept sind“, erklärte Kämmerer Kurt Reidenbach.

Ein Verbleiben beim Status quo sei auch nicht sinnvoll. Als das Außenbecken 1976 gebaut wurde, habe es dem damaligen Standard entsprochen, heute sei es Mindeststandard. Der Ausschuss beschloss bei zwei Enthaltungen mehrheitlich, dass das Ingenieurbüro die Ausschreibung vorbereiten soll. Wohl auch, weil sich die Politik dadurch eine Attraktivitätssteigerung des Bades verspricht. Das Außenbecken sei „wie ein Freibad im Sommer“, sagte Günter Kirchner (FDP). (ets)

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