Abo

AbkochgebotIm Blankenheimer Trinkwasser wurden Bakterien nachgewiesen

Lesezeit 2 Minuten
Wasser fließt aus einem Hahn in ein Waschbecken.

Das Leitungswasser sollen die Menschen in der Gemeinde Blankenheim abkochen, bevor sie es trinken oder zum Kochen verwenden.

Im Trinkwasser in der Gemeinde Blankenheim sind bei einer Routine-Beprobung Enterokokken nachgewiesen worden. Nun gilt ein Abkochgebot.

Bei einer routinemäßig durchgeführten Beprobung des Trinkwassers in der Gemeinde Blankenheim wurde am Freitag an einer Probenahmestelle eine Belastung mit Enterokokken (eine pro 100 Mililiter Trinkwasser) festgestellt. Die Ergebnisse wurden vom Gesundheitsamt der Euskirchener Kreisverwaltung entsprechend den Leitlinien bei Grenzwertüberschreitungen bewertet.

„Eine Grenzwertüberschreitung bei Enterokokken ist nicht tolerierbar, da eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit bei einem solchen Nachweis nicht auszuschließen ist“, heißt es in der Meldung, die auch über die Warn-Apps Nina und Katwarn verbreitet wurde.

Gesundheitsamt: Bakterien können zu Erkrankungen beim Menschen führen

Enterokokken sind Bakterien und können bei Menschen Harnwegsinfektionen verursachen, eine Bauchfellentzündung, eine Blutvergiftung (Sepsis) oder in seltenen Fällen eine Entzündung der Herzinnenhaut (Endokarditis).

Das Gesundheitsamt hat ein Abkochgebot ausgesprochen, bis die eingeleiteten Sofortmaßnahmen und weitere Abhilfemaßnahmen greifen. Das Trinkwasser muss also bis zum Vorliegen weiterer Erkenntnisse abgekocht werden.


Folgende Empfehlungen sind laut Gesundheitsamt zu beachten

  • Leitungswasser soll nur abgekocht getrunken werden.
  • Das Wasser für Nahrungsaufnahme und -zubereitung sollte entweder für eine Minute sprudelnd abgekocht oder Mineralwasser verwendet werden.
  • Für medizinische Zwecke sollte ausschließlich abgekochtes Wasser verwendet werden.
  • Die Körperpflege (Waschen, Duschen, Baden, Toilette) kann weiterhin mit Leitungswasser erfolgen, sofern darauf geachtet wird, dass das Wasser nicht getrunken wird oder auf offene Wunden gelangt.

Ringleitung versorgt alle Orte im Blankenheimer Gemeindegebiet

Nach Mitteilung von Michaela Bell, der stellvertretenden Betriebsleiterin der Gemeinde Blankenheim, sollen weitere Untersuchungsergebnisse am Montag vorliegen. „Wir haben als Sofortmaßnahme das komplette Leitungsnetz der Gemeinde gespült und weitere Proben in allen Orten sowie in den beiden Tiefbrunnen im Gemeindegebiet entnommen“, sagte Bell im Telefonat mit dieser Redaktion.

Weil es in der Gemeinde Blankenheim eine Ringleitung gibt, mit der alle Orte im Gemeindegebiet mit Trinkwasser versorgt werden, musste das Abkochgebot auf die gesamte Gemeinde ausgedehnt werden. „Von den drei Proben, die am Freitag routinemäßig genommen wurden, war jedoch nur eine belastet“, so Bell weiter.

Als Ansprechpartnerin in dringenden Fällen steht das Wasserwerk der Gemeinde Blankenheim, stellv. Betriebsleiterin Michaela Bell, unter Tel.  02449 / 87200, zur Verfügung.

KStA abonnieren