Basketball im Kreis EuskirchenDer Teamgeist hat bei den ErftBaskets gefehlt

Gehörte in der Offensive zu den besten Akteuren der ErftBaskets: Kai Winkelnkemper (vorne). In dieser Szene zieht er unwiderstehlich zum Korb.
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- ErftBaskets trafen in der 2. Regionalliga auf die BG Aachen.
- Besonders in der zweiten Hälfte enttäuschte das Team von Philipp Sparwasser.
- Der TuS Zülpich ging mit einem positiven Gefühl in die Weihnachtspause.
Euskirchen – Unterschiedlicher konnten die Gefühlswelten am Samstagabend nicht sein. Während die Basketballer des TuS Zülpich ihren unerwarteten Auswärtssieg feierten, ließen die Akteure der ErftBaskets Bad Münstereifel die Köpfe hängen. Gerade einmal elf Punkte hatte die Mannschaft von Philipp Sparwasser im letzten Viertel erzielt. Zu wenig für eine Aufholjagd in der 2. Regionalliga gegen die BG Aachen. Die Kaiserstädter konnten es sich im Schlussabschnitt sogar leisten, nur auf sechs Punkte zu kommen. 64:75 aus Sicht der ErftBaskets hieß es nach dem letzten Heimspiel des Jahres.

Weil beim Kampfgericht die Abstände nicht eingehalten werden können, muss am Anschreibetisch Maske getragen werden.
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In der Willi-Maurer-Halle in Euskirchen hatten die ErftBaskets gut begonnen, führten nach zehn Minuten 19:16. Im zweiten Viertel dominierten dann die Gäste zusehends das Spielgeschehen – auch, weil die ErftBaskets es zuließen. Die aggressive, aber niemals unfaire Spielweise der Aachener zog den Gastgebern den Zahn. Die Sparwasser-Schützlinge zeigten zu diesem Zeitpunkt gerade im Defensivrebound Schwächen. Auf der anderen Seite spielten sie ideenlos, suchten ihr Heil oftmals in Einzelaktionen. Dadurch stieg das Frustlevel bei Akteuren und Trainer. „Wir spielen fucking shit offense“, platzte es aus Sparwasser heraus. Ein glücklicher Übungsleiter hätte es anders ausgedrückt.
Recht einfache Punkte
Und die Gäste? Sie machten das Beste aus der Situation, streuten mit einer hochprozentigen Trefferquote immer wieder Dreier ein und kamen unter dem Korb zu recht einfachen Punkten. Entsprechend war die Partie mit 32:48 zur Pause eigentlich entschieden. Auch, weil die ErftBaskets personell auf dem Zahnfleisch gehen und sich allein deshalb über die Weihnachtspause freuen dürften.
King of Drums
Jannick Dahmen gab wieder alles. Der Edelfan der ErftBaskets trommelte sich während des Spiels gegen die BG Aachen gefühlt erneut die Seele aus dem Leib. Im Gegensatz zum vergangenen Heimspiel trug er diesmal Handschuhe, um Blasen zu verhindern. Das grüne Sweatshirt mit dem Aufdruck „King of Drums“ ist bei dem Bad Münstereifeler jedenfalls mehr als Programm. (tom)
„Wir lassen den Kopf zu schnell hängen, halten nicht dagegen“, sagte Co-Trainer Frank Beier in der Halbzeitpause. Im zweiten Spielabschnitt wurde es kaum besser – auch wenn man für einen kurzen Moment im dritten Viertel an ein kleines Basketball-Weihnachtswunder hätte glauben können. Doch die Gäste hatten immer die richtige Antwort parat, zumal die ErftBaskets nach einigen gelungenen Spielzügen schnell wieder ins nicht gewollte Muster verfielen.

Unterstützte wieder lautstark: „King of Drums“ Jannick Dahmen.
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ErftBaskets II behalten weiße Weste
Der TuS Zülpich setzte sich in der Oberliga knapp, aber verdient mit 70:68 gegen die Dragons Rhöndorf durch. Endlich belohnte sich das Team von Marcus Görner für eine couragierte Leistung. Der Trainer konstatierte: „Der Sieg war mehr als wichtig und unter den Umständen gar nicht zu erwarten.“ Dem Coach hatte nur eine Rumpftruppe zur Verfügung gestanden. Punktemäßig ragte Christoph Gier mit 19 Zählern heraus. Insgesamt punkteten vier Römerstädter zweistellig.
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Die Reserve der ErftBaskets behielt ihre weiße Heimweste. In der Landesliga gewann die Mannschaft von Danny Zingsheim mit 82:58 gegen die BG Aachen II und geht als Tabellenzweiter in die Pause.


