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Interview mit Dario Paradiso„Die Verbindung zum ETSC ist abgebrochen“

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Knapp eineinhalb Jahre war Dario Paradiso Trainer beim Euskirchener TSC. Seit wenigen Tagen ist er für den Aufstiegsaspiranten Kurdistan Düren zuständig.

Knapp eineinhalb Jahre war Dario Paradiso Trainer beim Euskirchener TSC. Seit wenigen Tagen ist er für den Aufstiegsaspiranten Kurdistan Düren zuständig.

Der frühere Trainer des Euskirchener TSC, Dario Paradiso, kehrt mit seinem neuen Team Kurdistan Düren in den Kreis Euskirchen zurück.

Dario Paradiso war von Sommer 2019 an knapp eineinhalb Jahre Trainer beim Euskirchener TSC. Bis vor kurzem coachte er die Spielvereinigung Wesseling-Urfeld, bevor er beim Landesligisten die Reißleine zog und zurücktrat. Seit wenigen Tagen ist er Übungsleiter beim SV Kurdistan Düren und hat nun wieder engeren Kontakt zum Fußballkreis Euskirchen.

Das Aus in Wesseling wenige Tage vor dem Rückrundenstart war doch sehr überraschend. Wie ist es dazu gekommen?

Dario Paradiso: Mir ist bewusst, dass der Zeitpunkt alles andere als ideal war. Für die Mannschaft, zu der ich ein gutes Verhältnis hatte, tut mir das Ganze wirklich leid. Aber die Rahmenbedingungen waren dort von Anfang an schwierig und die sportlichen Auffassungen zwischen dem Vorstand und mir drifteten immer mehr auseinander. Eine weitere von vielen Meinungsverschiedenheiten hat das Fass zum Überlaufen gebracht.

Mit dem SV Kurdistan Düren haben Sie in Rekordzeit einen neuen Verein gefunden.

Der Sportliche Leiter Ayhan Gündogdu hat den Kontakt zu mir gesucht und mich davon überzeugt, den Schritt in die Bezirksliga zu gehen. Am vorletzten Dienstag habe ich bereits das Training geleitet. Der SV Kurdistan ist ein sehr gut aufgestellter und ambitionierter Klub, der über enormes Potenzial verfügt und in der Vergangenheit nur mit Pech den Aufstieg verpasst hat.

Mindestens Platz zwei soll es werden

Ist die Landesliga die klare Zielsetzung?

Wir wollen mindestens den zweiten Platz behaupten und uns damit die Chance erhalten, den Sprung nach oben zu schaffen. Klar ist allerdings auch, dass es kein Selbstläufer, sondern ein ganz harter Kampf bis zum Schluss werden wird.

Apropos harter Kampf: Beim Euskirchener TSC waren die Voraussetzung ähnlich schwierig wie zuletzt in Wesseling. Welche Erinnerungen haben Sie an diese Zeit?

Mein Trainerteam und ich hatten die schwierige Aufgabe, zur neuen Saison mit einem Mini-Budget ein komplett neues und auch noch schlagkräftiges Team für die Landesliga zusammenzustellen. Wir haben damals unter anderem mit Sichtungsspielen versucht, gute Leute nach Euskirchen zu holen. Am Ende standen wir auf dem zehnten Platz, bevor die Saison wegen Corona abgebrochen wurde. Ich finde, dass wir in Anbetracht der Verhältnisse eine sehr ordentliche Spielzeit hingelegt haben.

ETSC vom Spielbetrieb abgemeldet

Die darauf folgende Meisterschaft endete für Sie und Ihre Mannschaft ziemlich abrupt.

Wir hatten unsere besten Spieler verloren und nur einige Akteure aus der Kreisliga verpflichtet. Somit waren wir nicht wirklich konkurrenzfähig, sodass sich der Sportliche Leiter Dirk Esser dazu entschlossen hat, die Mannschaft im Laufe der Hinrunde vom Spielbetrieb abzumelden.

Besteht noch Kontakt zum ETSC?

Ich habe noch ein paar Mal mit dem ehemaligen Trainer Hartmut Pitten telefoniert, weil wir uns über Spieler ausgetauscht haben. Ansonsten ist die Verbindung abgebrochen.

Mechernich war dem Ausgleich nahe

Ihre Premiere beim SV feierten Sie gegen die TuS Mechernich. Wie lief die Partie?

Ich denke, dass unser Sieg insgesamt verdient war, weil wir nach dem 2:0 alles klarmachen konnten. Trotzdem hätten wir uns am Ende nicht beschweren dürfen, wenn Mechernich noch der Ausgleich gelungen wäre. In der letzten halben Stunde waren wir in Unterzahl und körperlich nicht in der besten Verfassung.

Als Nächstes treten Sie beim Aufsteiger Bessenich an. Was wissen Sie über den Gegner?

Es hat dort einen Riesenumbruch gegeben, weshalb mein junger und akribischer Kollege Artur Mezler aktuell keine einfache Situation durchmacht. Can Celik und Ahmet Smajli kenne ich noch vom ETSC, beide sind sehr gute Fußballer. Ich erwarte einen ganz knappen Ausgang.

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