Mit Niklas Müller, Tobias Schmitz, Kapitän David Henzel und Julian Gast hängen vier Stammspieler der HSG Euskirchen die Schuhe an den Nagel.
HandballGroße Emotionen beim letzten Heimspiel der HSG Euskirchen – Palmersheim verliert

Beendet die Karriere: HSG-Spieler Tobias Schmitz.
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Große Emotionen beim letzten Heimspiel der HSG Euskirchen – da rückte der 41:29-Sieg über die Reserve der Wölfe Voreifel fast in den Hintergrund. Die grandiose Vorstellung der Mannschaft von Trainer Frank Rösgen bereitete dem Abschied von gleich vier Leistungsträgern den würdigen Rahmen.
Mit Niklas Müller, Tobias Schmitz, Kapitän David Henzel und Julian Gast hängen aber nicht nur vier Stammspieler die Schuhe an den Nagel. Mit dem Karriereende verlassen auch vier Integrationsfiguren den Verbandsligisten. „Es war ein letztes Heimspiel, wie man es sich wünscht. Die Jungs hatten alle unheimlich viel Bock und Spielwitz“, sagte Rösgen: „Es gab keinen, der nicht gespielt hat. Das war einfach richtig schön.“ Der Abschied der Leistungsträger sei natürlich „nur schwer zu ertragen“, so der Coach: „Das ist ein Schlag ins Kontor.“
Palmersheim beißt sich an Bonn die Zähne aus
Der TV Palmersheim hat sein Auswärtsspiel in der Oberliga beim TSV Bonn rrh II mit 24:27 verloren. Nach der Niederlage zeigte sich Peter Trimborn aus dem Trainerteam des TV Palmersheim enttäuscht, sah aber dennoch viele positive Ansätze im Spiel seiner Mannschaft.
„Die Jungs haben die Vorgaben gut umgesetzt und eigentlich ein gutes Spiel gemacht“, erklärte Trimborn. Ausschlaggebend seien am Ende vor allem zu viele technische Fehler sowie eine aus seiner Sicht fragwürdige Linie der Schiedsrichter gewesen.
Wenn man solche Geschenke nicht einnetzt, verliert man am Ende eben auch mit drei Toren.
Besonders die Härte im Spiel des Gegners aus Bonn kritisierte Trimborn deutlich. Viele Fouls seien nicht konsequent geahndet worden, wodurch Palmersheim mehrfach mögliche Überzahlsituationen verpasst habe. „Teilweise wurden klare Zwei-Minuten-Strafen und Siebenmeter nicht gegeben“, so der Trainer. Dennoch wollte er die Niederlage nicht allein daran festmachen.
Entscheidend sei vielmehr gewesen, dass seine Mannschaft die eigenen Chancen nicht konsequent nutzte. Mehrere Siebenmeter und freie Würfe blieben ungenutzt. „Wenn man solche Geschenke nicht einnetzt, verliert man am Ende eben auch mit drei Toren“, sagte Trimborn. Dabei habe die Defensive über weite Strecken gut gearbeitet, weshalb aus seiner Sicht mindestens ein Punkt verdient gewesen wäre.
Trotz der Enttäuschung lobte Trimborn den Einsatz seiner Mannschaft: „Die Jungs haben bis zum Schluss aufopferungsvoll gekämpft.“ Nun richtet sich der Fokus bereits auf das letzte Saisonspiel vor heimischer Kulisse. Aufgrund des Feiertags könne die Mannschaft in der Woche allerdings nur einmal trainieren.
„Marco und ich sind schon niedergeschlagen, weil mehr drin gewesen wäre“, gab Trimborn zu. Für das abschließende Heimspiel hofft der TV Palmersheim nun auf eine volle Halle und einen versöhnlichen Saisonabschluss mit zwei Punkten vor den eigenen Fans.
