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Volleyball-BezirksligaDer TSV Blankenheim leistet sich zu viele einfache Fehler

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Bei einem Block am Netz bekommt der Blankenheimer Spieler den Ball an den Kopf.

Auch mit dem Kopf kann man blocken, wie Blankenheims Noah Epp hier demonstriert.

Das letzte Saisonheimspiel gegen den TV Rheingold Zündorf endet mit einer Niederlage. Trainer Nils Wiederer fordert zwei Siege aus drei Spielen.

TSV Blankenheim – TV Rheingold Zündorf 1:3 (22:25, 25:20, 14:25, 23:25). Zugegeben: Man musste selbst bei einem Sieg der Blankenheimer schon ein großer Optimist sein, um zu glauben, dass die Eifeler noch den Relegationsplatz verlassen und Gegner Zündorf überholen. Acht Punkte betrug vor dem Duell, das am Samstag in der Sporthalle der Gesamtschule Eifel ausgetragen wurde, die Differenz zwischen beiden Vereinen. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Doch Trainer Nils Wiederer hat diese nun begraben. Viel eher muss der TSV aufpassen, nicht auch noch vom Relegationsplatz auf einen direkten Abstiegsplatz zu rutschen. Denn der Dürener TV IV hat seit dem Sieg gegen Schlusslicht Spich III nur zwei Punkte weniger als Blankenheim – und das bei drei ausgetragenen Partien weniger. „Wir müssen in den letzten drei Spielen punkten“, sagt Wiederer und meint damit weniger die kommende Partie am nächsten Sonntag gegen die drittplatzierte VSG Siebengebirge, sondern die beiden Spiele gegen die Teams, die hinter Blankenheim stehen: gegen Düren IV (22. Februar) und Spich III (21. März). „Siege in den beiden Spielen sind Pflicht“, fordert Wiederer und ist sich sicher, dass man dann auf dem Regelationsplatz die Saison beenden wird.

Die erste Schwächephase ereignete sich direkt zu Spielbeginn

Im letzten Heimspiel zeigten die Blankenheimer stellenweise, dass sie das Niveau für die Bezirksliga besitzen. Von Mitte des ersten bis Mitte des dritten Satzes war man nicht nur ebenbürtig, sondern sogar etwas besser als Zündorf. Doch es gab auch immer wieder eklatante Schwächephasen, in denen gar nichts klappte.

Der Blankenheimer Libero hechtet nach einem Aufschlag von Zündorf nach dem Ball.

Libero im Anflug: Elijah Southam-Haas hechtet nach dem Ball.

Mit einer solchen startete der TSV sogar ins Spiel. Schnell stand es 0:6 – und Nils Wiederer nahm die erste Auszeit. Zwar punktete sein Team nun, doch Zündorf hatte bei der zweiten Auszeit den Vorsprung auf neune Tore ausgebaut. Doch Blankenheim zeigte Moral, kämpfte sich heran und verlor den Satz nur mit drei Punkten Differenz.

Im dritten Satz verlor Blankenheim plötzlich den Faden

Der zweite Satz gestaltete sich lange Zeit ausgeglichen, doch Zündorf schien plötzlich zu enteilen und führte 17:13. Blankenheim fing sich aber nicht nur, sondern drehte den Spieß um und gewann den Satz 25:20.

Auch der dritte Satz war zunächst ausgeglichen, allerdings verlor Blankenheim plötzlich den Faden. „Das sind zu einfache Punkte“, monierte Wiederer – und meinte damit wohl auch einige direkt verwandelte Aufschläge, die hinter seinen Spielern landeten. 14:25 lautete das deutliche Satzergebnis. Im vierten Satz führten die TSV'ler sogar, aber letztlich setzte sich Zündorf durch.

„Wir waren sehr aufgeregt und haben schlecht begonnen, aber dann haben wir uns gefangen und gezeigt, was wir können“, so Wiederer. Nur mit dem dritten Satz war er nicht zu frieden. „Da haben wir massiv abgebaut und zu viele Fehler gemacht.“

Blankenheim: Kochs, Epp, Neiwert, Warkentin, Pint, Hummer, Southam-Haas, Bannert, Wiederer, Hees, Reetz.