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Einsatz fürs DorfDiesmal haben die Zingscheider ihre Bänke gestrichen

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Auf dem kleinen Platz am Ortseingang wurden die Bänke und das Holzkreuz gestrichen.

Hellenthal-Zingscheid – Einen arbeitsreichen Vormittag hatte sich die Dorfgemeinschaft Zingscheid vorgenommen. Sieben Bänke sollten neu angestrichen und auch der Platz am Dorfeingang auf Vordermann gebracht werden. Getreu der Devise „Viele Hände, schnelles Ende“ machten sich 25 Anwohner tatkräftig an die Arbeit, um die rund um das Dorf postierten Ruheplätze mit frischer Farbe zu versehen.

„Wir sind kein Verein, das läuft so am besten“, sagte Reinhard Gerhards, der sich für das Wohl seines Wohnortes engagiert. Gerade einmal knapp 70 Einwohner leben in dem Hellenthaler Ortsteil, der etwas abseits gelegen nur über eine gewundene Straße von Reifferscheid aus erreicht werden kann. „Früher habe ich in Wiesen gewohnt, da wusste ich noch nicht einmal, dass es Zingscheid überhaupt gibt“, so Gerhards.

Holzkreuz aufgestellt und Platz angelegt

Ehrenamtliches Engagement gehört für die Zingscheider einfach dazu. Das Holzkreuz am Dorfeingang wurde bereits 1996 von Udo Hupp aufgestellt, der kleine Platz, der hier zum Verweilen einlädt, 1998 angelegt. Die neun Bänke rund um Zingscheid werden seit dem Jahr 2015 regelmäßig alle zwei bis drei Jahre angestrichen. Zwei davon, das hatte eine Begehung mit dem Bauhof im Vorfeld der Aktion ergeben, haben die Altersgrenze von 30 Jahren überschritten. Sie sollen im Herbst ersetzt werden.

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Über mangelnde Arbeitskräfte können die Zingscheider nicht klagen: Diesmal waren  25 Anwohner mit dabei.

Ein Beispiel für gelebte und kreative Nachhaltigkeit ist der Weihnachtsbaum, der seit 2010 alljährlich an der ersten und einzigen Kreuzung im Dorf aufgestellt wird. Mit dem Ende des Weihnachtsfestes ist seine Nutzung nämlich keineswegs beendet. Zum Osterfest wird er erneut geschmückt, diesmal natürlich mit Eiern. Und damit hat der Baum seine Aufgabe immer noch nicht ganz erfüllt.

Weihnachtsbaum wird zum Maibaum

Anschließend, so erzählt Werner Thölke schmunzelnd, werden die unteren Äste abgeschnitten und der Nadelbaum so kurzerhand zum Maibaum umfunktioniert. „Wenn der Mai vorbei ist, dann ist auch wirklich die Krone braun“, so Thölke.

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Mit seinem Traktor transportierte Thölke Farbe, Pinsel und Kaltgetränke an die Einsatzorte der vielen Freiwilligen. Auch das Holzkreuz wurde mit einem neuen Anstrich versehen. Nach der Malaktion trafen sich die fleißigen Helfer zum gemeinsamen Ausklang am Dorfrand bei Bier und frisch gegrilltem Essen.