In Teilen von Rinnen und Sötenich gelten jetzt Geschwindigkeitsbeschränkungen für Laster. Es gab immer wieder Beschwerden aus der Bevölkerung.
Nach BeschwerdenLkw sollen in Sötenich und Rinnen mit Tempo 30 gebremst werden

Die Tempo-30-Zonen werden von (v.l.) Emmanuel Kunz, Markus Ramers, Jessica Stermoljan und Thomas Müller begrüßt.
Copyright: Alice Gempfer/Gemeinde Kall
„Es ist nicht leicht gewesen. Aber wir haben es geschafft“, freute sich Bürgermeister Emmanuel Kunz. In Zusammenarbeit mit anderen Behörden wurden jetzt in der Rinner Straße in Sötenich und der Sötenicher Straße in Rinnen Tempo-30-Zonen für Lkw eingerichtet.
„Es gab schon lange Beschwerden im Ort wegen des Lkw-Verkehrs. Um das Problem in den Griff zu bekommen und die Verkehrssituation in den beiden Orten zu beruhigen, wurden verschiedene Maßnahmen ausprobiert“, sagte Kunz. Seit der Wiederinbetriebnahme des Steinbruchs hat die Belastung durch große Lastwagen deutlich zugenommen. Die Firma Kalksteinwerke Kall GmbH als Betreiberin des Steinbruchs baut dort rund 300.000 Tonnen pro Jahr ab.
Anwohner aus Sötenich und Rinnen hatten sich in den vergangenen beiden Jahren wegen der Zahl der Lastwagen und deren Geschwindigkeit sowie wegen der Verschmutzung der Straßen durch den Matsch rund um den Kalksteinbruch beschwert. Die Verschmutzung ist mittlerweile kein Thema mehr, weil das Unternehmen entsprechende Maßnahmen ergriffen hat.
Verkehrsschau mit Polizei und Behörden offenbarte Dringlichkeit
Ende November wurden die neuralgischen Punkte im Rahmen einer Verkehrsschau mit Vertretern des Kreises Euskirchen, der Kreispolizei und des Landesbetriebs Straßen NRW unter die Lupe genommen. Von der Gemeinde nahmen unter anderem Bürgermeister Emmanuel Kunz und die Leiterin des Ordnungsamtes, Jessica Stermoljan, teil.
„Alle Beteiligten waren sich einig, dass hier schnell gehandelt werden muss“, erinnert sich der Bürgermeister. Ortsvorsteher Thomas Müller hatte beantragt, Tempo-30-Zonen in Sötenich und Rinnen für den Lkw-Verkehr auszuweisen. Zusätzlich forderte er eine Verkehrsberuhigung im Bereich Wilhelmstal zwischen den beiden Ortschaften. Im Wilhelmstal sensibilisiert nun eine Ortshinweistafel für achtsames Fahren.
„Der Verkehr wurde beruhigt und damit auch die Lärmbelästigung verringert“, freute sich der Ortsvorsteher. Bei einem Ortstermin wurde jetzt deutlich, dass die getroffenen Maßnahmen Wirkung zeigen. Der Bürgermeister teilte mit, dass sich bereits einige Anwohner bei ihm gemeldet und bedankt hätten. Diesen Dank gab Kunz auch weiter an Landrat Markus Ramers: „Er hat sich für eine zügige Genehmigung der Maßnahmen durch den Kreis Euskirchen sowie den Landesbetrieb Straßen NRW eingesetzt.“ Ramers hatte sich bereits im Sommer ein Bild von der Situation vor Ort in den beiden Orten gemacht.
Die Kalksteinwerke Kall GmbH soll zudem neben einem aufgestellten Display-Schild („Smiley-Tafel“) in Rinnen noch ein weiteres in Sötenich aufstellen. Auch diesem Vorhaben wurde nach Angaben der Gemeinde in der Verkehrsschau zugestimmt.

