Was kommt nach der weiterführenden Schule? Die Broschüre „Plan BO“ bietet den Jugendlichen Orientierungshilfen für die Berufsfindung.
Für BerufswegGratis-Broschüre gibt Euskirchener Schülerinnen und Schülern Orientierung

Stellten die neue „Plan BO“-Broschüre vor: Vertreter des Kreises und der Sponsoren sowie eine Abordnung der Kreativwerkstatt der Gesamtschule Weilerswist.
Copyright: Heike Nickel
„Viele Wege führen ans Ziel, aber welchen Weg du selbst einschlägst, das entscheidest du alleine.“ Motivierende Worte, die im Begrüßungstext des neuen „Plan BO“ stehen, einer Broschüre des Kreises Euskirchen, die jungen Menschen an allen weiterführenden Schulen Orientierung im Berufsdschungel geben soll.
Am Mittwoch wurde das 100 Seiten dicke Heftchen vorgestellt, das der Nachfolger des früheren Mädchenkalenders ist und von einem Team des Kommunalen Integrationszentrums entwickelt wurde. Jedoch nicht ohne echte Experten – nämlich eine Gruppe aus Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Weilerswist, die im vergangenen neunten Schuljahr in einer Kreativwerkstatt ihre Ideen und Perspektiven eingebracht haben.

Die 100 Seiten sind gespickt mit wertvollen Infos und interessanten Interviews rund um die Berufsorientierung.
Copyright: Heike Nickel
„Die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen hat das Projekt enorm bereichert. Ihre Sichtweisen machen den Plan BO praxisnah und wertvoll“, erklärte Projektleiterin Helena Deschner von der Kommunalen Koordinierungsstelle „Übergang Schule-Beruf“, die das Heft federführend mit ihrer Kollegin Denise Wagner erstellt hat. „Wenn sich Erwachsene Gedanken zur Berufsorientierung machen, ist das sicher gut, aber wenn die Zielgruppe mitwirken kann, spricht das dafür, dass so eine Broschüre hinterher auch gut angenommen wird“, so Deschner.
Broschüre soll kreative Beschäftigung mit Berufen anregen
Ziel der Broschüre sei es, junge Menschen aus dem Kreis Euskirchen anzuregen, sich möglichst kreativ mit dem eigenen Weg in den Beruf auseinanderzusetzen und ihnen einen leichten Zugang zu vielfältigen Unterstützungsangeboten zu eröffnen. Auf die Frage, ob eine Broschüre heutzutage für Jugendliche nicht ein wenig „oldschool“ wirke, verwies Helena Deschner auf den hybriden Charakter des Heftes: „Interviews werden nur angeteasert und ein QR-Code führt dann auf die Website der Kreisverwaltung zur ausführlichen Version.“
Im aktuellen Plan BO wird man auch per QR-Code auf einen Podcast geleitet, der ein spannendes Interview zum Thema berufliche Orientierung bietet.
Persönliche Berufswege werden vorgestellt – QR-Codes geben Infos
Insgesamt können die jungen Nutzerinnen und Nutzer in 13 Interviews spannenden Schilderungen über die persönlichen Wege in unterschiedlichste Berufe folgen – vom Fachlageristen über den Straßenwärter und Elektroniker bis hin zum Studium in Sozialer Arbeit und Medizin. In den sogenannten Berufeboxen werden die Tätigkeiten genauer beschrieben.
Dazu gibt es auch immer wieder QR-Codes, die zu weiteren Infos zu den Berufsfeldern führen. Die Schülerinnen und Schüler finden in der ansprechend aufgemachten Broschüre zudem Stundenpläne und Platz für eigene Notizen und Reflexionsfragen, die beispielsweise helfen, die eigene Motivation, den persönlichen Arbeitsstil sowie Stärken und Schwächen herauszuarbeiten.
„Der Plan BO zeigt eindrucksvoll, wie Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Schulen, Vereinen und Jugendlichen funktionieren kann. Er ist ein wertvolles Werkzeug, das den Übergang von Schule zu Beruf erleichtern wird“, sagte Landrat Markus Ramers. Die Vertreter der beiden Sponsoren – Helga Schmitz, Christian Ehl und Georg Schmiedel vom Lions Club Nordeifel sowie Karl-Heinz Daniel von der KSK-Bürger-Stiftung – zeigten sich beeindruckt vom Plan BO und ließen keinen Zweifel daran, dass für die nachfolgende Broschüre mit ihrer Unterstützung gerechnet werden kann.
Nachbestellungen sind möglich
Der Plan BO hat sich gut etabliert. Die Nachfrage ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Gedruckt wurden 1700. Ein Großteil wurde an die weiterführenden Schulen versendet, die vorab Interesse angemeldet hatten. Wer nachbestellen möchte, kann das unter Tel. 02251/15336 oder per E-Mail tun. Lehrkräfte erhalten auf Wunsch ein Konzept für den Einsatz des Heftes im Unterricht.