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Deutsche MeisterschaftBoxerhunde zeigen ihre Fähigkeiten in Kommern

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Boxer sind Gebrauchshunde und wollen gefordert werden. Werden sie bedroht, sind sie auch wehrhaft, wie hier Henry von der Kahlquelle, der einen Scheintäter (Figurant) gestellt hat.

Kommern – Sie sind Familienhunde, aber gleichzeitig auch wachsame Begleiter, haben gute Nasen und sind durchaus wehrhaft, wenn sie angegriffen werden. Boxerhunde haben in den vergangenen 30 Jahren ihr Aussehen drastisch verändert, denn die ehedem durch Operationen spitz zulaufenden Ohren und die kupierten Schwanzstummel gehören gemäß dem Tierschutzgesetz der Vergangenheit an.

Doch die guten Anlagen der Hunde sind geblieben. Und ihr Arbeitswille auch. Zu welchen Leistungen Boxer fähig sind, wenn sie von erfahrenen Hundeführerinnen und Hundeführern ausgebildet werden, ist am Sonntag, 11. März, ab 9.30 Uhr auf dem Übungsplatz der Ortsgruppe Euskirchen-Kommern des Deutschen Boxer-Klubs zu sehen. Dort treffen sich ab 8.30 Uhr die besten Teams aus dem Rheinland und von der Landesgruppe Rhein-Ruhr, um zu ermitteln, wer zur Deutschen Meisterschaft IPO des Boxer-Klubs am 13. und 14. Oktober nach Bottrop/Gladbeck/Marl entsandt wird.

In der Kategorie IPO 3 geprüft

Unter der Leitung von Josef Blatt, der Landesausbildungswart des Boxer-Klubs im Rheinland war und sein Amt vor wenigen Tagen an Steffi Hoppe aus Remagen abgegeben hat, werden die Teams in der Kategorie IPO 3 für Gebrauchshunde geprüft. Die Teilnehmer suchen zunächst eine gut 600 Schritte lange Fährte mit mehreren Winkeln und drei Gegenständen ab.

In der Unterordnung auf dem Übungsplatz werden die Teams dann unter Beweis stellen müssen, dass die Hunde unangeleint auf ihre Hundeführer hören und bestimmte Schrittfolgen und Wendungen absolvieren, dass sie ein Holz über eine Ein-Meter-Hürde und eine zwei Meter hohe Schrägwand apportieren, dass sie sich vorausschicken lassen können und dass sie unter Ablenkung ruhig auf ihrem zugewiesenen Platz verharren.

Stets unter der Kontrolle des Hundeführers

Im Schutzdienst muss der Hund sechs Verstecke absuchen und dann einen Scheintäter stellen und verbellen, dann einen Fluchtversuch des Scheintäters verhindern und einen Angriff auf weite Distanz abwehren. Dabei muss der Hund stets unter der Kontrolle des Hundeführers stehen.

Doch der Boxer-Klub in Kommern ist nicht nur Austragungsort der Qualifikation für die DM, sondern am 17. März auch Austragungsort der Frühjahrsprüfung der Ortsgruppe Euskirchen-Kommern, bei der neben Boxern auch andere Gebrauchshunderassen zugelassen sind. Dem Leistungsrichter Ingolf Roskosch aus Haren bei Meppen stellen sich neben Boxern auch zwei Rottweiler der französischen Hundeführerin Laetitia Vailler, die eigens von Paris nach Kommern auf den Übungsplatz in der Straße Neue Pfalz anreist.

Wer mehr wissen will, fragt Ortsgruppen-Vorsitzenden Albert Kroll, Tel. 0 22 51/5 26 24.

bk-euskirchenkommern.jimdo.com

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