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MusikabendKommerner Männerchor verabschiedet Leiter mit mitreißendem Konzert

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Die Sänger des MGV Kommern stehen auf der Bühne der Kommerner Bürgerhalle und singen.

Bei ihrem Frühlingskonzert unternahmen die Sänger des MGV Kommern auch einen Abstecher in das hawaiianische Urlaubsparadies.  

Erik Arndt hat sich nach neun Monaten beim Männergesangsverein Kommern verabschiedet. Trotzdem war gute Stimmung beim letzten Konzert.

Ohne lange Vorbereitungszeit hatte sich Dirigent Erik Arndt vor mittlerweile neun Monaten dem Projekt „Männergesangverein Kommern“ angenommen.

Nach dem überraschenden Rücktritt seines Vorgängers Werner Harzheim im September des vergangenen Jahres hatte sich Erik Arndt dem Erhalt des bei zahlreichen Musikfreunden beliebten Weihnachtskonzertes verschrieben und kurzfristig die Leitung des MGV übernommen.

Keine Spur von Abschiedsschmerz bei Konzert in Kommern

Nach dem großen Erfolg dieses Auftritts stand am Samstag mit dem Frühjahrskonzert der zweite gemeinsame Musikabend an, dem Sänger und Dirigent lange entgegengefiebert haben. „Ich stehe heute mit einem lachenden und einem weinenden Auge vor den Sängern, da meine Zeit beim Kommerner MGV heute Abend zu Ende geht“, erklärte der Dirigent. „Jetzt überwiegt aber erst einmal die Vorfreude auf einen mitreißenden Musikabend, den wir mit vielen Gästen hier in der Kommerner Bürgerhalle feiern wollen.“

Tatsächlich war während des rund anderthalbstündigen Auftrittes keine Spur von Abschiedsschmerz zu erkennen. Voller Begeisterung präsentierten die 20 anwesenden Sänger ihr breit aufgestelltes Repertoire, das sich in der Zeit unter Erik Arndt weiter vergrößert hat.

Die Musiker sangen aus Mozarts Zauberflöte

„Die ganze Truppe ist in diesem Dreivierteljahr noch enger zusammengewachsen, was sich schon an der sehr hohen Beteiligung an unseren Proben erkennen ließ“, so Arndt. „Es war jedes Mal schön anzusehen, wie sich die Männer gegenseitig in ihrer Begeisterung für die gemeinsame Musik angesteckt haben. Und dass es auch mir gelungen ist, neue Titel einzubringen.“

Diese Begeisterung der Musiker übertrug sich am Samstag auch auf ihr Publikum in der Kommerner Bürgerhalle, das Vorführungen von Werken aus Wolfgang Amadeus Mozarts „Zauberflöte“ ebenso mit lautstarkem Applaus belohnte wie Franz Lehárs augenzwinkerndes Stück „Ja, das Studium der Weiber ist schwer“.

Männerchor verbreitete Urlaubsstimmung in Kommern

Ebenfalls zur guten Stimmung beitragen konnten die Sänger auch mit ihrem Abschlusstitel, einem Medley des ungarisch-deutschen Komponisten Paul Abraham. Mit Werken aus der Operette „Blume von Hawaii“, die bereits 1931 uraufgeführt wurde, verbreitete der MGV Urlaubsstimmung unter den Zuhörern.

Zu diesem Zweck gesellten sich zu den weißen Hemden und bunten Krawatten zusätzlich besonders farbenfrohe hawaiianische Blumenketten, die die Sänger lachend in ihre Performance auf der Bühne einbauten.

„Paul Abraham gehörte vor dem Zweiten Weltkrieg zu den größten Bühnenmusikern Deutschlands, wurde dann jedoch leider aufgrund seiner jüdischen Wurzeln während des NS-Regimes vertrieben, und seine Stücke wurden systematisch verbannt“, steuerte Erik Arndt auch Hintergrundinformationen bei. „Diese Musik heute wieder aufleben lassen zu können, ist ein ganz tolles Erlebnis und für mich zeitgleich ein gelungener Abschluss für neun bewegende Monate gemeinsam mit den Sängern des MGV Kommern.“