Die Karnevalsfreunde Holzheim feiern trotz Standortwechsel ausgelassen – ihr Festzelt steht diesmal am anderen Ende des Dorfs.
Jecke SitzungWie gewohnt ein ausverkauftes Zelt bei den Karnevalsfreunden Holzheim

„Luigi“, alias Stephan Rodefeld, spielt Musik, schmettert von „Bella Italia“ und hatte so manchen flotten Spruch fürs Publikum im Holzheimer Zelt dabei.
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Die Karnevalsfreunde Holzheim (KFH) sind in diesem Jahr mit dem Festzelt ans andere Dorfende gezogen. Am angestammten Ort war die Aufstellung nicht mehr möglich. Das Areal gehört dem Eigentümer des Restaurants „Brunnenhof“. Der hatte übers Jahr gewechselt und den Jecken für diese Session die Nutzung des Grundstücks untersagt. Also sind die Karnevalsfreunde kurzerhand mit dem Zelt umgezogen, und deshalb „steht Holzem kopp“, so KFH-Schriftführer Michael Isop, das Sessionsmotto zitierend.
Geblieben ist die gute Stimmung im ausverkauften Festzelt, in dem aus dem Ort selbst die bekannte Showtanzgruppe „Leev Maries“ – in dieser Session als „Race Maries“ – und das Männerballett mit seiner aktuellen Choreografie „In einer Session zur Million“ vertreten waren. Aus der Nachbarschaft waren die Nöthener „Bit Boys“ mit ihren begnadeten Körpern angereist, ebenso von dort kam die Showtanzgruppe „Gin Girls“.
Sitzungspräsident Christoph Nießen moderiert kurzweilig das Programm
Christoph Nießen moderierte als Sitzungspräsident das kurzweilige Programm, begleitet von einem Elferrat, der – bis auf eine Ausnahme – aus der jecken weiblichen Verwandtschaft bestand. Nießen begrüßte zu Beginn Entertainer und Redner Stephan Rodefeld alias Luigi auf der Bühne. Es folgte Frauenpower aus Sieberath mit den „Eifelherzen“: drei Comediennes, die humorvolle Dialoge, Musik und Tanz zu einer turbulenten Mischung verbinden.
Anna Bodwein alias „Et Röschen von der Harat“ aus Mönchengladbach ist in der Bütt zwar nicht mit einer Traumfigur gesegnet, wie sie freimütig einräumt, dafür aber trägt sie aus Überzeugung ein rosa Nachthemd und große Schluppen an den Füßen.
Auf ihrer Abschiedstournee machte die im Kreisgebiet bekannte Showtanzgruppe „Streetdancer“ aus Antweiler eine Stippvisite, und für kölsche Musik sorgten schließlich „Mir sin jeck“ und „Raderdoll“. Da stand Holzheim tatsächlich, wie im Sessionsmotto behauptet, im Festzelt Kopp.

