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Brand in Trafostation300 Haushalte in Nettersheim waren mehrere Stunden ohne Strom

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Feuerwehrleute löschen einen brennenden Trafo an der Bergstraße in Nettersheim mit Schaum.

Glimpflich verlief der Brand einer Trafostation am Dienstagabend an der Bergstraße.

Der Energieversorger e-regio geht von einem technischen Defekt als Ursache für das Feuer in Nettersheim aus.

Völlig zerstört worden ist durch ein Feuer am Dienstagabend eine Trafostation an der Bergstraße in Nettersheim. Rund 300 Haushalte rund um den Kirchberg sowie die Bereiche Genfbachtal und „Alte Burg“ waren in der Folge für mehrere Stunden ohne Strom.

Ilona Schäfer, Sprecherin des Energieversorgers e-regio, geht von einem technischen Defekt aus, der zum Brand der Kompaktstation geführt hat. „Es gibt jedenfalls keinerlei Hinweise auf ein Fremdverschulden“, sagte Schäfer im Gespräch mit der Redaktion.

50 Feuerwehrleute aus Nettersheim und Marmagen im Einsatz

Die Alarmierung ging laut Einsatzleiter René Schreiber um 20.28 Uhr bei der Nettersheimer Feuerwehr ein. Rund 50 Feuerwehrleute des Löschzugs 1 mit Einsatzkräften aus Nettersheim und Marmagen rückten an, um das vermutlich nach einem Kurzschluss entstandene Feuer zu löschen. „Bevor wir mit den Löscharbeiten beginnen konnten, musste die Station allerdings erst von der e-regio vom Netz genommen werden“, berichtet Schreiber: „Danach konnten wir das Feuer mit Schaum löschen.“

Zwei Feuerwehrleute löschen einen brennenden Trafo in der Bergstraße in Nettersheim mit Schaum.

Die Trafostation in der Bergstraße wurde durch das Feuer kompleett zerstört.

Ein großes Lob sprach Schreiber den Mitarbeitern des Energieversorgers aus, die in ähnlich starker Besetzung wie die Feuerwehr nach Nettersheim gekommen waren: „Das war schon beeindruckend zu sehen, wie schnell die Techniker nach unserem Löscheinsatz an der Wiederherstellung der Stromversorgung gearbeitet haben.“ Auch Bürgermeister Norbert Crump sei vor Ort gewesen, um sich aus erster Hand zu informieren, so Schreiber.

Reparaturarbeiten in Nettersheim dauern laut e-regio noch einige Tage

Die ersten Haushalte seien bereits vor Mitternacht wieder am Netz gewesen, berichtet Ilona Schäfer: „Gegen 3.20 Uhr waren dann schließlich alle rund 300 betroffenen Haushalte wieder mit Strom versorgt.“ Bei einem Teil der Haushalte sei eine Überbrückung möglich gewesen, um sie wieder mit Strom zu versorgen, der größere Teil der betroffenen Anschlüsse werde allerdings mit Hilfe zweier mobiler Aggregate versorgt, erklärte Schäfer.

„Es kann durchaus einige Tage dauern, bis wir an der Bergstraße eine neue Trafostation in Betrieb nehmen können“, so die e-regio-Sprecherin. Während der Arbeiten könne es in den nächsten Tagen immer wieder zu kurzfristigen Stromabschaltungen kommen.

In der Nacht zum Mittwoch hatte die Feuerwehr eine Notfallmeldestelle im Feuerwehrgerätehaus an der Rosenthalstraße eingerichtet. Es sei aber während des Stromausfalls zu keinen weiteren Einsätzen gekommen, berichtete Schreiber. „Uns war bekannt, dass es in dem betroffenen Bereich einen Beatmungspatienten gibt. Die Mitarbeiter der e-regio haben dann mit Hochdruck daran gearbeitet, dass dieser Haushalt möglichst schnell wieder mit Strom versorgt wird“, so Schreiber.