Nach 36 Jahren gibt Günter „Wim“ Jäger in Dreiborn das Amt des Präsidenten ab. Die Nachfolge ist noch offen.
KarnevalIn Schleiden-Dreiborn endet eine Ära: Günter „Wim“ Jäger hört als Präsident auf

Frank Michalski würdigte in der Bütt den nach 36 Jahren aus dem jecken Präsidentenamt des Vereinsbunds Dreiborn scheidenden Günther (Wim) Jäger.
Copyright: Stefan Lieser
Abschied nehmen hieß es in der Kostümsitzung für die Dreiborner: Präsident Günter (Wim) Jäger gibt sein jeckes Ehrenamt ab – nach 36 Jahren. Die Ära im Drommerter Dorfsaal wurde gefeiert. Dass es da selbstredend nicht nur bierernst zuging, bewies einer, der Jäger zu Ehren noch einmal in die Bütt stieg. Frank „Präsi“ Michalski aus Gemünd widmete dem Dreiborner Oberjeck einen satirischen Rückblick mitsamt dem Werden und Gedeihen des Vereinsbund-Urgesteins.
Großer Applaus war Michalski sicher. Ebenso gab es den für den so Geehrten, der ein letztes Mal die große Kostümsitzung im ausverkauften Saal inmitten seines Elferrates leitete. Jägers Nachfolger steht noch nicht fest. Man sei noch in der Findungsphase, heißt es aus dem Vorstand des Vereinsbunds.
Solomariechen Janina Lieske eröffnete das Programm
Neben Präsident Jäger und dem Elferrat saßen zudem die Dreiborner Tollitäten auf der Bühne: Prinz Markus II. und Prinzessin Lisa I., die vom Spielmannszug gestellt werden.
Solomariechen Janina Lieske eröffnete ein rund fünfstündiges Programm in einem der schönsten alten Säle des Kreisgebietes. Zunächst Klaus Hövel als „Ne Diakon“ und dann Frank Michalski sorgten für jecke Worte aus der Bütt, gefolgt von eigenen Kräften des Vereinsbundes mit dem Ballett der „Dicken Männer“, dem Auftritt der Tanzgarde und dem des Theatervereins.
Arne Ronig ging für eine weitere Rede in die Bütt. Als Überraschung für das Prinzenpaar erzählten dann die Freunde der Tollitäten aus dem Elferrat mit viel Witz über das Leben eines Elferratsmitglieds – das offenbar kein Zuckerschlecken ist.
Auch in Dreiborn machen sich die Vereinskarnevalisten Gedanken darüber, wie man dem Wunsch des Publikums nach mehr Karnevalsparty auf der Sitzung gerecht werden kann. Die Lösung, die nicht nur in Drommer praktiziert wird, ist die Zweiteilung der Sitzung. Erst der eher konventionelle Teil, nach der Pause ist dann Partyzeit: Erst mit dem Auftritt der drei Eifelherzen aus Sieberath, danach mit Livemusik der Schlingele aus Wollenberg. Im Anschluss wurde bis spät in die Nacht weitergefeiert.

