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SonnenenergieFDP Schleiden will mehr Solaranlagen auf städtischen Gebäuden

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Auf einer großen Fläche stehen Dutzende Solaranlagen. Im Hintergrund sind Felder zu sehen.

Über den Sunpark in Herhahn hinaus sieht die Schleidener FDP noch Potenzial für weitere Solaranlagen.

Die hohen Preise für Energie und Strom sorgen in den Kommunen für ein Umdenken. Die Schleidener FDP will prüfen lassen, auf welchen städtischen Gebäuden Fotovoltaikanlagen installiert werden können.

Die hohen Preise für Energie und Strom sorgen auch in den Kommunen für Umdenken. So hat die Schleidener FDP jetzt beantragt, dass die Verwaltung prüfen soll, auf welchen städtischen Gebäuden Photovoltaikanlagen installiert werden können.

„Die Stadt muss ihren Beitrag zur Energiewende vor dem Hintergrund des Klimawandels leisten. Hinzu kommt aktuell die Problematik der Energieknappheit und der exorbitanten Preise“, heißt es in dem Antrag der Liberalen, über den im nächsten Haupt- und Finanzausschuss weiter beraten werden soll.

Dreifachturnhalle soll komplett mit Photovoltaik ausgestattet werden

Konkret schlägt die FDP vor, das Dach der Dreifachturnhalle am Johannes-Sturmius-Gymnasium (JSG) komplett und nicht wie bislang vorgesehen nur zur Hälfte mit PV-Zellen auszustatten. Dafür sollen auf Vorschlag der Liberalen 190.000 Euro in den Haushalt 2023 eingestellt werden. Die FDP setze auf pragmatische und zukunftweisende Lösungen ein. „Mit den Windparks in Schleiden sind wir, was Energieerzeugung durch Wind angeht, schon gut aufgestellt. Was die Solarenergie betrifft, besteht über den Sunpark in Herhahn hinaus aber noch Potenzial“, so die Einschätzung der Liberalen.

Die Sporthalle am JSG war im Rahmen eines Förderprojekts im Haushaltsjahr 2022 zur Hälfte mit PV-Panels bestückt worden. „Es wäre sinnvoll und machbar, das komplette Hallendach mit Solarzellen auszustatten“, erklärte der FDP-Fraktionsvorsitzende Jan Griskewitz. Dafür müssten zusätzliche Mittel im Haushalt eingestellt werden, die als Investition verbucht werden könnten. Kalkuliert werde mit Mehrkosten von 190.000 Euro inklusive 60.000 Euro für einen Speicher.

Mittel reichen nicht für ganzes Dach

„Die Mittel, die uns im Rahmen des Förderprojekts zur Verfügung gestellt wurden, reichten nur aus, um die Hälfte des Daches mit PV-Zellen auszustatten“, erklärte der Erste Beigeordnete und Kämmerer Marcel Wolter. Damals sei die Situation in Sachen Energie aber auch noch eine andere gewesen. „Wenn derzeit wegen der laufenden Sanierung am Gymnasium ohnehin schon die Gerüste stehen, kann man darüber nachdenken, auch das ganze Dach zu nutzen.“

Im weiteren Schritt soll die Verwaltung insbesondere auf Neubauten wie dem geplanten neuen Bauhof oder den neu zu errichtenden Feuerwehrgerätehäusern den Einsatz von Photovoltaikanlagen prüfen, fordert die FDP. Jochen Kupp (CDU) meinte: „Der Antrag ist grundsätzlich nachvollziehbar, aber wir haben schon eine lange Investitionsliste.“

Deshalb solle die FDP sagen, an welcher Stelle sie das Geld einsparen wolle. Das sei gute Tradition seit dem ehemaligen Bürgermeister Udo Meister. Wolter erklärte, die Stadt könne sich mittlerweile wieder etwas mehr leisten als zu Zeiten von Meister. Das Projekt könne durchaus mit Krediten finanzieren. Carsten Christians (SPD) wollte wissen, ob die geplanten Kosten durch die aktuellen Preissteigerungen noch steigen könnten. „Um das abschätzen zu können, sollte man vorher erst einmal Angebote einholen“, antwortete der Kämmerer. Bürgermeister Ingo Pfennings versprach: „Die Verwaltung wird das Thema weiter auf dem Schirm haben.“