Mensa bleibt geschlossenMittagessen für Schleidener Schüler in der Cafeteria

Im Rahmen der laufenden Sanierungs- und Umbaumaßnahmen am Gymnasium soll die Cafeteria erweitert werden, damit dort auch eine Mittagsverpflegung angeboten werden kann.
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Schleiden – Die Mittagsverpflegung am Johannes-Sturmius-Gymnasium und an der städtischen Realschule soll verbessert werden. Dabei setzt die Stadt aber nicht auf die vorhandene Mensa, sondern auf einen Ausbau der beiden Schulkioske. Sie sollen künftig für attraktive Angebote sorgen.
Die Mensa in der Realschule, in der Jungen und Mädchen aus beiden Schulen essen konnten, war vom Förderverein der Realschule betrieben worden. Im April 2019 war sie wegen der Corona-Pandemie geschlossen worden. Als es nun Überlegungen gab, sie wieder zu eröffnen, winkte der Förderverein ab. Die Nachfrage nach Mittagessen sei durch den seit 2019 rückläufigen Nachmittagsunterrichts an der Realschule und am Gymnasium so gering, dass ein Mensabetrieb weder bedarfsorientiert noch wirtschaftlich sei. Das bestätigten potenzielle Mensa-Betreiber auch in Gesprächen mit der Verwaltung.
Zuschuss von der Stadt
Künftig sollen nun der Schulkiosk der Realschule und die Cafeteria „Oase“ im Johannes-Sturmius-Gymnasium die Verpflegung der Schüler sicherstellen. Die Stadt will die „Oase“ im Rahmen der laufenden Baumaßnahme an der Schule erweitern und das Raumangebot und die Küchenausstattung verbessern.
Die Cafeteria im Gymnasium wird seit vielen Jahren vom Förderverein der Schule betrieben. Schulleiter Georg Jöbkes unterstützt die Idee, das Angebot um frische und gesunde Speisen zu erweitern: „Oase" im Johannes-Sturmius-Gymnasium soll erweitert werdenViele erinnern sich noch gerne an die Zeit vor der Einrichtung der Mensa, als, ebenfalls unter G 9-Bedingungen und entsprechenden Schülerzahlen, ein Salat-Buffet und je nach Bedarf auch kleine warme Speisen angeboten wurden. Daran will man jetzt anknüpfen.“ Der Förderverein soll dafür von der Stadt monatlich einen Zuschuss von 520 Euro erhalten.
„Pragmatische Lösung"
Dank der hervorragenden Kooperation aller Beteiligten habe man eine pragmatische und schnell umsetzbare Lösung gefunden. „Besonders freut es mich, dass sich der Förderverein mit dem Team aus ehrenamtlich mitarbeitenden Mitgliedern der Schulgemeinschaft hier sehr einbringt“, lobt Jöbkes.
Der Kiosk an der Realschule wird nach Angaben von Marcel Wolter, Erster Beigeordneter der Stadt, seit Jahren von einer „Schülergenossenschaft“ betrieben. „Das ist eine Einrichtung von Schülern für Schüler“, sagte Wolter. Das Angebot dort solle nur geringfügig ausgebaut werden. Über weitere Schritte werde erst nachgedacht, wenn es an der Realschule wieder Nachmittagsunterricht gebe.
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„Beide Schulleitungen begrüßen die beabsichtigte Entwicklung. Es ist geplant, den Umbau in der ,Oase’ so fertigzustellen, dass nach den Osterferien 2023 eine erweiterte Mittagsverpflegung angeboten werden kann“, so der Beigeordnete. Der Stadtrat wird am 29. September über das Thema beraten.

