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B266 wird umgestaltetAutofahrer müssen sich in Herhahn auf Sperrungen einstellen

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Das Luftbild zeigt den Kreuzungsbereich B266/L207 in Herhahn.

Die Kreuzung (vorne) mit dem Abzweig nach Dreiborn wird zum Kreisverkehr umgebaut und die B266 bis zum Kreisel Vogelsang umgestaltet.

Wenn im Frühjahr die B266 zwischen dem Kreisverkehr Vogelsang und Herhahn umgestaltet wird, werden Straßenabschnitte halbseitig gesperrt werden müssen.

Vom Frühjahr kommenden Jahres an wird die Bundesstraße 266 vom Kreisverkehr Vogelsang bis nach Herhahn komplett saniert und umgestaltet. So wird im Zuge der Baumaßnahme die Kreuzung nach Dreiborn zu einem Kreisverkehr umgebaut und ein kombinierter Fuß- und Radweg entlang der ganzen Strecke angelegt. Während der Bauzeit von sechs bis acht Monaten müssen sich Autofahrer auf Behinderungen einstellen, weil Straßenabschnitte halbseitig gesperrt werden müssen.

In einer ersten Kostenschätzung sind für das Projekt drei Millionen Euro veranschlagt. Andre Groß und Sven Hedwig vom Landesbetrieb Straßenbau NRW haben die Planung   jetzt im Schleidener Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt.

Kombinierter Fuß- und Radweg

Die Bundesstraße ist nach Angaben von Groß bislang in dem Streckenabschnitt 8 bis 8,50 Meter breit. Zwischen dem Kreisverkehr Vogelsang und der Kreuzung nach Dreiborn gibt es zudem zwei jeweils zwei Meter breite Mehrzweckstreifen. Dieser Ausbau ist laut Groß aber nicht mehr zeitgemäß: „Der Straßenquerschnitt wird verändert. Künftig hat die Fahrbahn eine Breite von 7,50 Metern. Zusätzlich gibt es an der Seite zum Ort Herhahn hin einen Trennstreifen und einen Fuß- und Radweg, die bis zu zwei Meter beziehungsweise 2,50 Meter breit sind.“ Es könne auch sein, dass der Trennstreifen eventuell auch mit Schutzplanken versehen werde.

Im Rahmen des ersten Bauabschnitts soll die Hälfte des Kreisverkehrs in Richtung Dreiborn fertiggestellt werden. Während der Arbeiten wird der Verkehr nach Dreiborn über eine eigens errichtet Umfahrungsstrecke geführt. „Da die Stadt Schleiden auf dem für die Strecke benötigten Grundstück im Sommer das neue Feuerwehrgerätehaus bauen will, müssen die Arbeiten bis zum Sommer abgeschlossen und die Umfahrung zurückgebaut sein“, sagt Groß.

Rückstau in den Stoßzeiten

„Während an dem Kreisel gearbeitet wird, muss der Verkehr mit drei Ampeln geregelt werden. Da wird es in Stoßzeiten sicherlich Probleme geben“, räumt Groß ein. Die Katharinenstraße, die unmittelbar am Kreisel auf die Straße Herhahn führt, werde während der Kreiselarbeiten abgebunden und anschließend   dann zu einer Einbahnstraße in Richtung Ortsmitte umfunktioniert.

Im Anschluss soll dann der zweite Teil des Kreisels fertiggestellt werden. „Er hat einen Durchmesser von 35 Metern“, so Hedwig. Ausschussvorsitzender Wolfgang Laukart (CDU) erklärte: „Auf den Kreisel warten wir schon lange. An der Kreuzung hat es einige Unfälle gegeben.“ Es müsse aber sichergestellt werden, dass der Baubeginn für das Gerätehaus durch die Straßenbaumaßnahme nicht verzögert werde. Das sicherten die Mitarbeiter von Straßen NRW auch zu.

Neue Bushaltestellen

Im dritten Bauabschnitt wird die Fahrbahn bis hinter die Abzweigung nach Schleiden saniert. „Auch in dem Bereich gibt es Straßenkreuzungen, die mit Ampelschaltungen geregelt werden müssen“, sagte Groß.

Als letzter Abschnitt ist dann der Bereich zwischen dem neuen Kreisverkehr und dem an der Einfahrt nach Vogelsang an der Reihe. „Die beiden Bushaltestellen in Morsbach werden abgerissen und durch barrierefreie Fahrbahnrandhaltestellen mit Glaselementen ersetzt. Die Busse halten dabei auf der Straße, weil der Platz für den Bau von Haltebuchten nicht ausreicht“, führte Hedwig aus. Darüber hinaus seien in Herhahn auch zwei barrierefreie Querungshilfen vorgesehen.


Das neue Feuerwehrhaus in Herhahn soll rund 1,6 Millionen Euro kosten und auf dem freien Eckgrundstück B266/L207 errichtet werden. Der Standort wurde unter anderem gewählt, weil er nahe an Vogelsang und dem Gewerbegebiet Herhahn liegt. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Herhahn mit 250.000 Euro. Das alte Gerätehaus aus dem Jahr 1976 bietet nach einer Untersuchung erhebliche Gefährdungspotenziale für die Einsatzkräfte durch Quetschgefahr an den Falttoren und zu geringe Sicherheitsabstände neben den Fahrzeugen. Außerdem sind dort auch keine Duschmöglichkeiten vorhanden, und die Umkleide befindet sich in der Fahrzeughalle.