Die Freigabe von Parkplätzen könnte aus ihrer Sicht helfen. Laut Stadt Euskirchen sorgen aber nur weniger Autos für eine Entlastung.
Zu wenig ParkplätzeEltern klagen über gefährliche Situationen an der Kita in Wißkichen

Eltern fordern, die Parkplätze vor der Kita in Wißkirchen freizugeben, um ein Verkehrschaos zu den Bring- und Abholzeiten zu verhindern.
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Über Parkprobleme und gefährliche Situationen im Straßenverkehr beschweren sich Eltern, deren Kinder die Kita in Wißkirchen besuchen. Dort herrsche insbesondere zu den Bring- und Abholzeiten schon seit längerer Zeit eine stark angespannte Lage.
„Eltern benötigen teilweise mehrere Minuten, um einen Parkplatz zu finden“, heißt es in einem Schreiben an die Redaktion. Dies führe zu rangierenden Fahrzeugen, manche Eltern hielten mit ihren Autos kurz auf der Straße an – alles in allem komme es zu unübersichtlichen Situationen auf engem Raum. Dies stelle für die Kinder eine Gefahr dar – nicht nur für die Mädchen und Jungen, die die Kita besuchen, sondern auch für die Wißkirchener Grundschüler. Die Grundschule befindet sich ebenso wie der Kindergarten an der Marathonstraße.
Auch die Polizei hat schon auf Verkehrsprobleme hingewiesen
Der Schulweg sei in Wißkirchen sowieso schon als eher unsicher einzustufen, so die Eltern. Auf Probleme dort hatte vor einiger Zeit auch eine Verkehrsexpertin der Euskirchener Polizei hingewiesen: Die Schule befinde sich in einer Sackgasse, dort sei kein Gehweg vorhanden und es gebe für Eltern keine Wendemöglichkeiten, hatte es damals geheißen. Die Situation im Umfeld des Kindergartens verschärfe die Problematik zusätzlich, so die Eltern in dem Schreiben.
Aus Sicht vieler betroffener Eltern, so heißt es darin weiter, gebe es eine einfache und naheliegende Lösung der Probleme: Es gebe an der Kindertagesstätte städtische Parkflächen, die jedoch regelmäßig durch das Personal der Einrichtung und andere städtische Mitarbeiter belegt seien.
Wenn man diese Parkplätze während der Hol- und Bringzeiten für die Eltern freigebe, würde sich die Situation sofort entschärfen, heißt es in dem Schreiben. Eine einfache Dienstanweisung in dieser Hinsicht sei ausreichend. Die Stadt habe man über diese Situation bereits informiert, bislang seien jedoch keine erkennbaren Maßnahmen erfolgt. Es bestehe jedoch dringender Handlungsbedarf, um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten und die Situation insgesamt zu entschärfen.
Stadtverwaltung Euskirchen will das Thema im Elternrat der Kita ansprechen
„Die Beschwerde wurde bereits anonym an die Stadt herangetragen“, erläutert Tim Nolden, Pressesprecher der Stadt Euskirchen, auf Anfrage. Auf ein Gesprächsangebot seitens der Stadt sei aber nicht eingegangen worden. Die Verwaltung möchte das Thema nun mit dem Elternrat in Wißkirchen besprechen.
Klar sei jedoch, dass an der Kita nicht genügend Stellplätze für alle anfahrenden Eltern sowie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kita vorhanden seien. Nolden: „Eine Entlastung kann es nur geben, wenn weniger Menschen sich dafür entscheiden, die Kita mit dem Auto anzufahren.“
