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GrünanlageStadt Euskirchen pflanzt im Ruhrpark 20 Tokyokirschen – Kritik im Vorfeld

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Rot angestrichene Holzpflöcke stehen in einer Reihe parallel zum Weg.

Die Standorte der Kirschbäume, die den Ruhrpark aufwerten sollen, sind bereits markiert worden.

Im Euskirchener Ruhrpark sollen Kirschbäume gefällte Kastanien und Zedern ersetzen. Ein Anlieger fürchtete zu starken Schattenwurf. 

Die Stadt Euskirchen will im Ruhrpark 20 Bäume pflanzen, und zwar Tokyokirschen. Durch ihre Anordnung, die Blüte im Frühjahr und die Herbstfärbung werde der Park ästhetisch aufgewertet, erklärte Fachbereichsleiter Bernd Kuballa, als die Verwaltung das Vorhaben dem Ausschuss für Tiefbau und Verkehr vorstellte.

Die Kirschbäume dienen als Ersatz für zwölf Kastanien und Zedern, die in den vergangenen Jahren aus Gründen der Verkehrssicherung gefällt worden sind. Einige waren nach Darstellung der Stadt krank, andere litten unter Sturmeinwirkungen oder waren durch Trockenheit abgestorben. Weitere Kastanien, die am Bahndamm stehen, müssten wegen Krankheiten ebenfalls gefällt werden, erklärte Kuballa.

Die Kirschen sollen eine Höhe von zehn Metern erreichen

Bei den neuen Bäumen handelt es sich nach Angaben der Verwaltung um Hochstämme in Solitärqualität mit einem Stammumfang von 20 bis 25 Zentimetern. Ein Exemplar koste 225 Euro, der Gesamtpreis betrage 4500 Euro.

Die Kirschen, die eine Höhe von bis zu zehn Metern erreichen und bis zu sieben Metern breit werden, sollen auf der inneren Wiesenfläche des Ruhrparks platziert werden, und zwar entlang des Rundweges. Die Standorte im Abstand von jeweils acht Metern sind bereits mit Pflöcken markiert worden. Die Stadt will die Bäume noch in diesem Frühjahr in die Erde bringen.

Der CDU-Stadtverordnete Markus Töpler lenkte den Blick auf Bedenken, die Anwohner wegen des zu erwartenden Schattenwurfs geäußert hätten. Sachgebietsleiter Simon Gammersbach erklärte, dass die Stadtverwaltung diese Bedenken nicht teile. Man könne mit einer Sonnenstandssimulation belegen, dass für die Gärten am Rande des Parks keine Beeinträchtigung eintreten werde. Dies habe man den Beschwerdeführern mitgeteilt. Eine Rückmeldung zu der Stellungnahme sei nicht eingegangen.

Guido Bachem (Linksfraktion) kommentierte den Vorgang so: „Mein Verständnis für jemanden, der sich eine Wohnung kauft, die an einen Park grenzt, und sich dann darüber beklagt, dass es in dem Park Bäume gibt, ist sehr begrenzt.“