Einsatz in WeilerswistHauswand drohte einzustürzen

Mithilfe der Euskirchener Drehleiter nahm Jens Bädorf, Statiker des Technischen Hilfswerks, die Fassade des alten Hauses in Hausweiler genau unter die Lupe.
Copyright: Tom Steinicke
Weierswist-Hausweiler – Euskirchener und Weilerswister Feuerwehr, Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW), der Polizei, von Ordnungsamt und Bauhof rückten am Freitag nach Hausweiler aus. Nach Angaben von Einsatzleiter Jürgen Schmitz drohte eine Hauswand einzustürzen.
Wie der stellvertretende Gemeindebrandmeister mitteilte, hatten Arbeiter während Renovierungsarbeiten gegen 16 Uhr festgestellt, dass sich die ganze Fassade bewegte, wenn sie an einem Balken arbeiteten. Daraufhin alarmierten sie die Feuerwehr. „Da wir keine Statikexperten sind, haben wir uns Unterstützung beim THW geholt. Die haben schließlich dafür Fachleute“, erklärte Schmitz.
Unterstützung für die Weilerswister
Unterstützung erhielten die 18 Weilerswister auch von den Euskirchener Kameraden. Der Grund: Die in die Jahre gekommene Weilerswister Drehleiter hatte plötzlich technische Probleme. Da sich aber mithilfe der Drehleiter der Statiker des THW, Jens Bädorf, ein genaues Bild vom Zustand der straßenseitigen Hauswand verschaffen wollte, wurde die Euskirchener Drehleiter angefordert. „Das war perfekte interkommunale Zusammenarbeit“, lobte Schmitz.
Dank der Hilfe war Bädorf dann schnell sicher: Die Wand, vor allem der Giebel, ist akut einsturzgefährdet. „Die Wand ist wohl so wackelig, dass Muskelkraft ausreicht, die zum Einstürzen zu bringen“, sagte Schmitz. Letztlich war es dann aber nicht damit getan, mit Einreißhaken an dem Gemäuer zu ziehen. Zunächst einmal musste nämlich ein Firmenwagen, der auf der gegenüberliegenden Seite abgestellt worden war, abgeschleppt werden. Zwar telefonierte sich die Mitarbeiterin des Ordnungsamts die Finger wund, während Polizisten eifrig bei den Anwohnern klingelten, um den Fahrer zu benachrichtigen, doch ausfindig zu machen, war der nicht.
Beleuchtung notwendig
„Wir möchten nicht mehr Schaden anrichten als nötig“, so Schmitz. Deshalb verbarrikadierte das THW auch noch eine große Fensterscheibe in einem Haus auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Bevor das allerdings alles passierte, forderte THW-Einsatzleiter Burkhard Aehlich die Fachgruppe Beleuchtung an, da es mittlerweile dunkel geworden war. Als die Fachgruppe für ausreichend Licht gesorgt hatte, machten sich die Experten ans Werk, den Giebel inklusive zahlreicher Balken einzureißen.
