Abo

Köln Bonn AirportUngewohnter Fluglärm im Kreis Euskirchen dauert noch bis November

2 min

Benjamin Heese (v.l.) erläuterte Peter Vetten und Anna-Katharina Horst die Auswirkungen der Bau- und Sanierungsarbeiten am Flughafen Köln-Bonn.

Weilerswist – Nein, Weilerswist, Euskirchen oder gar Bad Münstereifel hatten sie beim Köln Bonn Airport nicht auf dem Schirm, als die Betreibergesellschaft darüber informierte, dass es wegen Sanierungsarbeiten an der Hauptlandebahn zu Fluglärm in Regionen kommen würde, die sonst nicht betroffen sind. Das gestand Benjamin Heese, Leiter für Politik- und Regierungsbeziehungen beim Flughafen Köln-Bonn, ein, als er am Donnerstagnachmittag im Rathaus bei Bürgermeisterin Anna-Katharina Horst auf einen Lärmkritiker traf . Bürger Peter Vetten hatte, genervt vom Krach plötzlich tief über Weilerswist fliegender Fracht- und Passagiermaschinen dieser Zeitung von seinen Ängsten und Nöten berichtet. „Erst durch den Artikel ist uns eigentlich aufgefallen, wie weit diese Flugregelung in die Region ausstrahlt“, gestand Heese.

Die Bevölkerung müsse sich wegen der Sanierung der Hauptlandebahn auf Fluglärm an den Wochenenden bis Ende November einstellen. Denn dann werde tagsüber die Hauptlandebahn abschnittweise abgefräst und der neue Asphaltaufbau aufgebracht. Insgesamt würden 73.000 Tonnen Asphalt auf 240.0000 Quadratmetern Landebahn verbaut. Die Arbeiten würden an den Wochenenden in Zeitfenstern von 30 bis 40 Stunden abgewickelt. Bis September wird außerdem auch der Kanal an der Hauptlandebahn saniert. Das wird bis 21. September dauern und macht es nötig, die Hauptlandebahn auch unter der Woche zu sperren, so dass die Flugzeuge tagsüber die Querlandebahn sowie die kleine Landebahn westlich der Hauptlandebahn nutzen müssen.

Das könnte Sie auch interessieren:

Der Weilerswister Peter Vetten zeigte sich erfreut darüber, dass sich Bürgermeisterin Anna-Katharina Horst eingeschaltet und das Treffen mit dem Experten des Flughafens ermöglicht hatte. Er bemängelte, dass der Flughafen die Baumaßnahmen im Vorfeld nicht ausreichend und intensiv publiziert habe. Jetzt fühle er sich besser informiert und könne absehen, wann sich die Lärmsituation über Weilerswist wieder normalisieren werde und wann er auch den Abgaswolken der Flugzeuge nicht mehr ausgesetzt sein werde. Die, so Heese, seien so verwirbelt, bevor sie unten ankämen, dass man sie im Gegensatz zu Autoabgasen nicht mehr wahrnehme könne.