Die Feuerwehr Zülpich half bei einem Notfall: Ein Hund wurde sicher in eine Spezialklinik transportiert. Der Einsatzleiter dachte zunächst an einen Aprilscherz.
Tier musste beatmet werdenZülpicher Feuerwehr transportiert Hund nach Köln in Spezialklinik

Ein außergewöhnlicher Einsatz: Die Zülpicher Feuerwehr transportierte einen Hund nach Köln in eine Spezialklinik.
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Ein ungewöhnlicher Einsatz beschäftigte am Mittwoch die Feuerwehr Zülpich: Auf Anforderung einer Tierarztpraxis in Zülpich unterstützten Einsatzkräfte den Transport eines schwer erkrankten Hundes in eine Kölner Spezialklinik.
„Das Hilfeersuchen kam telefonisch von der Praxis an die Leitstelle Euskirchen“, berichtete Einsatzleiter Daniel Wachendorf von der Feuerwehr Zülpich: „Die Leitstelle setzte sich anschließend mit uns in Verbindung.“ Er habe zunächst auf den Kalender geschaut, um auszuschließen, dass es sich um einen Aprilscherz handele, so Wachendorf im Gespräch mit dieser Zeitung.
Hund hatte vermutlich etwas Giftiges gegessen
Nein, die Leitstelle scherzte nicht. Der Hund habe deutliche Vergiftungserscheinungen gezeigt, nachdem es vermutlich etwas Giftiges gefressen hatte, berichtete der Einsatzleiter. Da die Tierarztpraxis in Zülpich nachts nicht besetzt ist und das Tier dringend überwacht werden musste, entschieden die Tierärzte, es in eine spezialisierte Klinik nach Köln zu verlegen.
Die Praxis verfügte jedoch über keine geeigneten Transportkapazitäten, und das Tier musste während der Fahrt beatmet werden“, so Wachendorf. Die Feuerwehr Zülpich sagte ihre Unterstützung zu: Zwei Feuerwehrleute begleiteten die Tierärztin und eine Tierarzthelferin im Feuerwehrfahrzeug nach Köln.
Hund, Ärzte und Feuerwehr im Mannschaftstransportwagen nach Köln
Während die Tierärztin und ihre Assistentin sich um die medizinische Betreuung kümmerten, stellte die Feuerwehr das Fahrzeug und die Besatzung für den sicheren Transport zur Verfügung. „Die ersten beiden Kollegen, die sich gemeldet hatten, sind gefahren“, so der Einsatzleiter.
Hund, Experten und Feuerwehr fuhren in einem Mannschaftstransportfahrzeug nach Köln. Das sei ein Fahrzeug, dass mitunter entbehrlich sei, zumal es im Zülpicher Stadtgebiet zwei weitere dieser Feuerwehrfahrzeuge gebe, sagte der Einsatzleiter. „Solche Einsätze sind zwar nicht alltäglich, aber wenn Hilfe gebraucht wird, unterstützen wir natürlich im Rahmen unserer Möglichkeiten“, betonte Wachendorf.

