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Zülpicher Falkner ist der ErsatzvaterEin Sumpfbiber namens „Baby“

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Ersatzvater Hajo Lehser hat das Nutria „Baby“ genannt.

Zülpich – Der putzige Kerl hoppelt über den nassen Löwenzahn und setzt sich vor das kleine Apfelstückchen, das ihm der Zülpicher Großfalkenmeister Hajo Lehser hinhält. Der Experte für die Aufzucht verletzter Greifvögel ist nun Ersatzvater für ein Nutria-Baby, das Spaziergänger an einem Nebenarm des Neffelbachs in Füssenich gefunden haben. Lehser füttert den kleinen Sumpfbiber mit Äpfeln, Möhren und Grünzeug. In einigen Wochen will er „Baby“ auswildern. Noch folgt es Lehser im wahrsten Sinne des Wortes „auf dem Fuß“.

„Nutrias“, so der Zülpicher, „siedeln an den Ufern des Neffelbachs und seiner Nebenarme und vertreiben dort Wanderratten.“ Erwachsene Tiere der aus Südamerika in Europa eingebürgerten Nutrias haben einen bis zu 65 Zentimeter langen Körper und einen rund 45 Zentimeter langen Schwanz. Sie werden bis zu zehn Kilogramm schwer. In seinem Falkenhof auf dem Gelände von Smurfit Kappa Zülpich Papier muss Lehser übrigens besonders gut auf „Baby“ aufpassen, denn seine Greifvögel haben das Nutria-Baby zum Fressen gern. (bz)