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Vor der Partie in FrechenFC Pesch setzt auf den Ehrgeiz seiner Rückkehrer

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Deniz Kayla

Deniz Kayla trifft mit dem FC Pesch auf seinen Ex-Klub.

Köln – Wenn der FC Pesch am Sonntag bei der Spvg Frechen 20 um Punkte spielt (15.30 Uhr), wird Ali Meybodi zu Fuß zum Austragungsort dieses für den Titel- und Abstiegskampf inzwischen bedeutungslosen Nachbarschaftsduell gehen.

Der Trainer des Kölner Mittelrheinligisten wohnt mit seiner Familie schon lange in unmittelbarer Nähe des Kurt-Bornhoff-Sportparks und kennt deshalb in besonderem Maße alle Stärken und Schwächen des Tabellenvierten.

„Das ist für mich die Überraschungsmannschaft der Saison, die Zuschauer können sich auf 90 attraktive Minuten freuen“, sagt der Pescher Coach, für den dieser Nachmittag aber vor allem aus einem anderen Grund einen „gewissen Charme“ hat: In seinem Aufgebot gibt es vier Spieler, die nach einem kurzfristigen Engagement in Frechen „reumütig“ wieder in Pesch ihrem Hobby nachgehen: Georg Shkri, Granit Rama, Deniz Kayla und Oliver Noster.

Topspiel für Porz

Am 22. Spieltag der Fußball-Landesliga 1 kann im Aufstiegsrennen eine Vorentscheidung fallen, falls Spitzenreiter Eintracht Hohkeppel angesichts von zwei Punkten Vorsprung den einzigen ernsthaften Konkurrenten Sportvereinigung Porz besiegen sollte (15.30 Uhr, Köttingen). „Nach einer Niederlage wäre die Luft raus “, sagt der Porzer Trainer Jonas Wendt, der seinen Vertrag bei den Rechtsrheinischen verlängert hat. „Ich liebe Porz, ich fühle mich sehr wohl, kann schalten und walten wie ich will und genieße das volle Vertrauen“, betont Wendt. Voraussetzung sei aber auch gewesen, dass alle Leistungsträger bleiben. In Aytekin Kanli ist ab Sommer zudem der beste Offensivspieler wieder dabei, der wegen einer schweren Verletzung pausiert.Mit dem SC Rheinbach und Lindenthal-Hohenlind treffen am Sonntag die Verfolger des Top- Duos aufeinander. (flö)

Einen nicht unwesentlichen Anteil an dieser Rückkehr hat zweifellos der 46 Jahre alte Kaufmännische Angestellte selbst, da er kürzlich seinen Vertrag für eine siebte Saison verlängert hat. „Ich erfahre hier eine enorme Unterstützung, habe tolle Menschen kennengelernt und deshalb auch keine anderen Gespräche geführt“, betont der Coach, der auch im Berufs- und Privatleben nach eigenen Worten nicht das Image eines Wandervogels pflegt. „Ich bin seit 2000 glücklich verheiratet und 25 Jahre bei derselben Firma beschäftigt. In Pesch habe ich alles, was ich für ambitionierten Fußball brauche“, so Meybodi.

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Bei der U23 von Fortuna Köln haben sich nach der Niederlage in Deutz die Hoffnungen auf den direkten Klassenerhalt auf ein Minimum reduziert. „Der Zug ist abgefahren. Unser Ziel ist jetzt der fünftletzte Tabellenplatz und dann warten wir nach dem letzten Spieltag die Entwicklung ab“, sagt Teammanager Stefan Kleefisch vor dem Spiel gegen den 1. FC Düren (15.30 Uhr, Südstadion). Illusionen gibt er sich vor der Partie gegen den Spitzenreiter keinen hin. Ein einfacheres Spiel gibt es nach seiner Ansicht aktuell sicher nicht, da Düren 18 Spieler mit Regionalligaerfahrung beschäftigt.

Die SV Deutz 05 steht beim Tabellenzweiten FC Hennef (15 Uhr, Anton-Klein-Sportpark) ebenfalls vor einer sehr anspruchsvollen Aufgabe. „Uns erwartet ein intensives Spiel gegen eine Topmannschaft. Trotz einer weiter angespannten Personallage wollen wir ein gutes Spiel machen“, betont Trainer Daniel Costantino.