Heimat-Check ElsdorfSo wichtig sind die Vereine für die Gesellschaft

Das Forum Terra Nova in Elsdorf
Copyright: Dietmar Fratz
Elsdorf – „Elsdorf wächst zusammen“, so lautet das Motto, das die Stadtspitze vor einigen Jahren ausgegeben hat. Zusammenzubringen sind die Eigenheiten von 13 Stadtteilen zwischen Heppendorf und Oberembt. Wichtige verbindende Elemente in den Dörfern und in der Stadtmitte, die mit Elsdorf, Angelsdorf, Esch und Neu-Etzweiler räumlich längst zusammengewachsen ist, sind die Vereine.
In fast allen Orten gibt es Schützenbruderschaften. In Oberembt, wo den Grünröcken mangels Führungspersonal das Aus drohte, sprang kürzlich eine Damenriege in die Bresche und füllt die Lücke künftig laut eigenem Anspruch mit „Frauenpower“.
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Im Fußball macht es die Jugend vor: Um ein dichtes Netz an Nachwuchsmannschaften anbieten zu können, haben sich die Jugendabteilungen mehrerer Vereine zusammengeschlossen. Dadurch soll gewährleistet werden, dass es ihnen nicht ergeht, wie den Kickern in Ober- und Niederembt, wo der Ball seit Jahren ruht.
Auf dem vorsichtigen Weg zur Einigkeit sind auch die Karnevalisten. Immerhin treffen sich die Macher der fünf Gesellschaften bereits zum engeren Austausch. Der Weg zum gemeinsamen Festkomitee und zum Stadtdreigestirn ist noch weit. Bis dahin muss so manche KG, in diesem Jahr erstmals wohl auch die große Fidelio, mangels Interessenten auf ein närrisches Trifolium verzichten. Immerhin konnte bereits ein gemeinsamer Sessionsauftakt gefeiert werden.
Gemeinsamkeit stiften auch die Löschzüge und -gruppen im Stadtgebiet. Sie ersetzen nicht nur eine für die Stadt nahezu unbezahlbare Berufswehr, sondern sind Aktivposten im Orts- und Stadtleben und betreiben zukunftswichtige Jugendarbeit.
Premiere war ein Erfolg für die Laienspielgruppe
Für mehr Zusammenarbeit hat sich ein Unternehmerstammtisch gegründet, dem in diesem Monat auch ein weibliches Pendant zur Seite gestellt wurde.
Aber auch für die nicht in Vereinen organisierten Elsdorfer wächst das Menschen zusammenführende Angebot. Nach Jahren des Schlummerns entwickelt sich ein Kulturangebot. Da wird das gemütliche Union-Kino als Konzertbühne neu entdeckt, ein Kulturfreundeskreis hat sich gegründet, und erstmals wird auch das Terra-Nova-Freigelände als Open-Air-Bühne genutzt, wie das schon vor zehn Jahren angepriesen worden war. Der große Publikumsandrang beim Woodstock-Revival und beim musikalischen Mozart-Lennon-Zusammentreffen an der Tagebaukante beweist, welches Vakuum die städtischen Veranstalter zu füllen angetreten sind.
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Auch das Freibadfest ist zu einem festen Termin im Elsdorfer Jahreskalender avanciert. Jüngster Spross der Aktivitäten ist das Laientheaterensemble „Jawollja!“, dessen Mitglieder im Herbst mit ihrer ersten Theateraufführung im Josephsheim einen ersten großen Erfolg verbuchen konnte. Längst etabliert ist die privat initiierte Angelsdorfer Kulturkirche, die stets aus allen Nähten platzt.
„Für eine Stadt, die sich im Aufbruch befindet und die vor großen Herausforderungen steht, ist es wichtig, dass der Zusammenhalt ihrer Menschen täglich weiter wächst“, betont Bürgermeister Andreas Heller.
Ausbaufähig ist das Angebot in der Festhalle. Der schmucke Saal eignet sich auch für klassische Konzerte. Auf dem Gebiet könnte die Stadt noch weiter wachsen.

