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Heimat-Check WeilerswistDie Gemeinde möchte noch mehr junge Bürger einbinden

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Das Juze in Weilerswist bietet ein breitgefächertes Freizeitprogramm.

Weilerswist – Das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ hofft die Gemeinde Weilerswist bald führen zu dürfen. Noch befindet man sich im Zertifizierungsverfahren. Im Rahmen dessen wurden 144 Viertklässler der Grundschulen sowie Schüler der Jahrgangsstufen fünf und sechs der Weilerswister Gesamtschule vom Verein „Kinderfreundliche Kommunen“ befragt. Im Mittelpunkt standen die Lebensumstände der Jungen und Mädchen.

„Für die Verwaltungsmitarbeiter sei es wichtig, wie die Kinder und Jugendlichen die Gemeinde aktuell finden und was sie für die Zukunft gerne verändern möchten“, heißt es aus dem Rathaus. Die Ergebnisse aus der Befragung werden am Freitag, 15. November, 16 Uhr, in der Aula der Gesamtschule öffentlich vorgestellt.

Orte für Freunde und Sportangebote

Auf der Wunschliste der Schülerinnen und Schüler stehen bei 71 Prozent der Mädchen Orte, um Freunde zu treffen. 67 beziehungsweise 64 Prozent der Jungen wünschen sich mehr Sportangebote und Spiel- und Bolzplätze. Mal-, Bastel- und Töpferangebote stehen bei fast der Hälfte der Mädchen hoch im Kurs.

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Ein möglicher Treffpunkt für Kinder und Jugendliche zwischen acht und 18 Jahren ist das „Juze“ in Weilerswist. „Wir sind ein offenes Angebot, jeder ist willkommen“, sagt Sozialarbeiterin Sophie Thuy. Neben Billard, Gesellschaftsspielen und PCs gibt es für die Älteren auch einmal im Monat „Nachtfußball“ sowie Ü15-Abende. „Außerdem sind wir Anlaufstelle für alle Fragen und Nöte“, so Thuy, die mit drei weiteren Kollegen auch noch in Lommersum und Metternich Treffpunkte für Kinder und Jugendliche anbietet.

Die jüngeren Bürger der Gemeinde ernst nehmen und in Planungen und Projekte einbinden – um diesem Gedanken gerecht zu werden, will man in Weilerswist ein Jugendparlament gründen. In den örtlichen Schulen wurde das Projekt bereits vorgestellt: „Ich bin positiv überrascht, wie engagiert sich die Kinder und Jugendlichen dabei zeigten. Das wird viel frischen Wind in die Gemeinde bringen“, ist Thuy sicher.