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Rat diskutiert über Max-Siebold-HalleSonnenkollektoren für das Sporthallendach?

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Auf das Dach der Max-Siebold-Halle könnten Sonnenkollektoren installiert werden. Die Verwaltung lässt das prüfen.

Burscheid-Hilgen – Immer wieder war das Dach der Max-Siebold-Halle an der Schulstraße in Hilgen in der Vergangenheit ein Thema.

Löcher in das Dach gebrannt

Wiederholt war es zu Schäden durch Raketen gekommen, die auf dem Flachdach von 1976 gelandet waren. Immer nachdem sie kleine Löcher in das Dach gebrannt haben, wurde es undicht und musste ausgebessert werden. Im Sportausschuss wurde sogar deswegen vorgeschlagen, deswegen ein Trapezdach anzulegen. Nun soll ein Satteldach gebaut werden

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Im Umweltausschuss stand das Dach nun auf der Tagesordnung. Die SPD hatte vorgeschlagen, auf das Hallendach eine Photovoltaikanlage zu bauen. Fraktionsvorsitzender Klaus Becker hatte sich auf die Mitteilung im Hauptausschuss berufen, dass es beabsichtigt sei, die Max-Siebold-Halle mit einem Satteldach auszustatten. „Dies begrüßt die SPD-Fraktion“, erklärte Becker. „Gleichzeitig möchten wir hiermit beantragen, dass im Zuge dieser Sanierungsmaßnahme eine Photovoltaikanlage installiert wird.“ Damit könne der Gedanke des Umweltschutzes umgesetzt werden. Gleichzeitig biete sich die Maßnahme kostenrechnerisch an.

Fachplaner prüft

Sechs Mitglieder des Umweltausschusses stimmten für den Antrag, fünf enthielten sich. Damit war die Vorlage knapp angenommen. Die Verwaltung beauftragt einen Fachplaner mit der Prüfung der Umsetzbarkeit. Er soll die Wirtschaftlichkeit darstellen und erhält dafür 1000 bis 1500 Euro. Kritik gab es im Ausschuss daran, dass sich die Anlage nicht wirtschaftlich darstellen lässt und für die entsprechende Überprüfung nun auch Geld ausgegeben werden soll. Die Verwaltung hatte in der Vorlage erklärt, dass vorbehaltlich der erforderlichen statischen Prüfung die Montage einer Photovoltaikanlage grundsätzlich möglich sei.

Nur geringe Dachneigung

„Insbesondere wegen der Südausrichtung des Daches zur Schulstraße hin und der relativ großen Dachfläche ist hier grundsätzlich mit einem Ertrag zu rechnen“, erklärte die Verwaltung. Ob die Anlage aber am Ende wirtschaftlich sein wird, konnte die Verwaltung auf Grundlage der bisherigen Erkenntnis nicht abschließend beurteilen. Das hänge auch vom Eigenverbrauch des erzeugten Stroms ab. „Obwohl an der Halle ein relativ hoher Stromverbrauch zu verzeichnen ist, kann nicht zwangsläufig davon ausgegangen werden, dass ein Großteil des verbrauchten Stroms auch selbst erzeugt werden kann. Um das zu beurteilen, müssen Nutzungseinheiten, die vom Stromversorger ermittelten Lastgänge und die zu diesen Zeiten zu erwartende Stromproduktion der Anlage gegenüber gestellt werden,“ heißt es in der Vorlage. Daneben müsse beurteilt werden, welche Auswirkung die verhältnismäßig geringe Dachneigung von rund 13 Grad auf den zu erwartenden Stromertrag der Anlage habe. Optimal wäre laut Verwaltung eine Neigung von rund 30 Grad.