Das Cello in Literatur und FilmBurscheider Musiker veröffentlicht Cello-Buch

Das Cellobuch erscheint im Musikverlag Dohr. Dietmar Berger spannt den Bogen von der Literatur bis zum Film.
Copyright: Dohrverlag
Burscheid – Er hat sich mit dem Burscheider Komponisten Ewald Sträßer befasst und die gleichnamige Gesellschaft mitbegründet. Er hat sich dem historischen Instrument der Gambe zugewandt, Kinderbücher mit musikalischem Hintergrund geschrieben und nun widmet der Musikschuldozent Dietmar Berger sein neues Buch dem Cello, dem Instrument das er in Aachen, Düsseldorf und Leipzig studierte und mit dem er sieben Jahre als Berufscellist in einem Opernorchester in Dresden arbeitete.
Praktische Tipps zu Geigenbauern
Unter dem Titel „Das Cellobuch, ein Buch für Cellofans“ geht Berger auf 216 Seiten auf die Rolle des tiefsten Instruments der Geigenfamilie in der Weltliteratur ein. Er widmet sich Komponisten wie Jacques Offenbach oder Luigi Boccherini, die das Instrument zum Singen brachten, aber die Fingerfertigkeit mitunter auf artistische Abwege bringen. Und er gibt praktische Tipps zur Celloliteratur im Internet, Geigenbauern, Fachliteratur und Filmen. Berger geht den Spuren nach, die das über 400 Jahre alte Streichinstrument in der Literatur hinterlassen hat.
„Das Spektrum reicht von erfahrenen Romanciers über Krimiautoren, Zeitungskolumnisten, Dichter, CellistInnen, Musikwissenschaftler, Kinderbuchautoren, bis hin zu Verfassern von Liebesromanen und schriftstellernden Geigenbauern. Wir finden Debütanten ebenso wie Nobelpreisträger wie Kazuo Ishiguro“, heißt es im Klappentext. Der Autor Wolf Wondratschek lässt ein Cello sogar als Ich-Erzählerin auftreten. Es geht um Mara, wohl eines der berühmtesten Instrumente aus der Werkstatt von Antonio Stradivari (1711).
Im Wasser gelandet
Das Instrument wurde 1963 bei einer Havarie auf einer Flussfahrt nach Buenos Aires zertrümmert und in einer Spezialwerkstatt wieder zusammengesetzt. Der weltberühmte Cellist Heinrich Schiff spielte es bis 2012, seither spielt es sein Schüler, der schweizerische Cellist Christian Poltéra. Dietmar Berger richtet sich in seinem Buch an „Cellofans und die, die es noch werden wollen.“
Der Gambe auf den Grund gegangen
Gefragt ist der Musiker auch mit seiner Gambe. Einem Instrument, das von Geige und Cello abgelöst wurde, aber mit seinem aristokratischen und unaufdringlichen Klang für den Zuhörer eine angenehme Erfahrung ist. Der Gambe hat Berger vor einigen Jahren eine CD unter dem Titel „La Bellezza – die Schönheit“ gewidmet. Er selbst spielt eine Gambe, die eigens für ihn in Brasilien gefertigt wurde.
„Das Cellobuch, ein Buch für Cellofans“, erschienen im Musikverlag Dohr (ISBN 978-3-86846-168-8) für 22,80 Euro sofort lieferbar.
