Haus in BurscheidFlüchtlingsunterkunft an der Höhestraße wird zurückgebaut

Ehrenamtler richteten den ehemaligen Kindergarten Rasselbande ein.
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Burscheid – Anfang Oktober bezogen die ersten Flüchtlinge die Erstaufnahmeeinrichtung an der Höhestraße in Burscheid. Für sie war die ehemalige Kita Rasselbande im Zuge des Amtshilfeersuchens des Landes eingerichtet worden. Wenige Wochen später folgte eine weitere Unterkunft in der benachbarten Hans-Hoersch-Halle, dann eine dritte in einem ehemaligen Firmengebäude in Müllersbaum in Hilgen. Am Freitag teilte die Burscheider Stadtverwaltung nun mit, dass das Ministerium für Inneres und Kommunales (MIK) NRW dem Plan „zum Abbau der in Amtshilfe für das Land NRW durch die Kommunen errichteten Notunterkünfte zugestimmt hat.“
Hans-Hoersch-Halle im Notfall
Informiert wurde die Stadt von die Bezirksregierung Köln. Was bedeutet das für Burscheid? Sowohl die Erstaufnahmeeinrichtung in der ehemaligen Kita Rasselbande, als auch die Hans-Hoersch-Halle, werden laut Stadtverwaltung bis Samstag, 30. April, in ihrer Eigenschaft als Erstaufnahmeeinrichtungen aufgegeben. Damit erlische auch das Amtshilfeersuchen des Landes. Rund hundert Plätze standen an der Höhestraße 40 und 50 für die Unterbringung der vom Land zugewiesenen Flüchtlinge zur Verfügung. Burscheid richtete sie ein, nachdem die Kapazitäten des Landes nicht mehr ausreichten und die Kommunen um Hilfe gebeten worden waren. Beide Gebäude wurden aber nicht zu hundert Prozent belegt. Das Land schrieb der Stadt für die zur Verfügung gestellte Aufnahmekapazität regelmäßig einen Überhang gut. Die seit Oktober gutgeschriebene Zuweisungskapazität soll ab Mai nun mit einer erhöhten Zuweisungsquote für Burscheid berechnet werden.
Einen Engpass für die Unterbringung hatte die Verwaltung schon vor einigen Monaten prognostiziert. Da die geplante Unterkunft im Luisental noch nicht gebaut ist, hält die Verwaltung weiterhin die Hans-Hoersch-Halle zur Unterbringung von Flüchtlingen bereit. Sie soll vorerst nicht zurückgebaut werden.
Zur Not in Mehrzweckhalle
In der Mehrzweckhalle wurden Trennwände eingezogen, um ein kleines Maß an Rückzugsmöglichzeigen zu bieten. Zumindest im Notfall soll das Gebäude, in dem auch die Sanitäranlagen ausgebaut wurden, zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden, so die Stadtverwaltung. Das Mietverhältnis für das Gebäude der ehemaligen Kita Rasselbande wird laut Pressesprecherin Renate Bergfelder-Weiss dagegen aufgegeben. Die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes im Ortsteil Hilgen bleibe zunächst bestehen.
