Mehr Aufwand durch TestsMitarbeiter des Altenzentrums machen sich gegenseitig Mut

Das Evangelische Luchtenberg-Richartz-Altenzentrum
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Burscheid – „Mit dem Zusatzaufwand ist das hier personell nur noch schwer zu wuppen.“ Birgit Hoferichter, Einrichtungsleiterin des Evangelischen Altenzentrums Luchtenberg-Richartz-Haus, und ihr Team sind am Limit, was die durch Corona bedingten administrativen Aufgaben angeht.
Für alle Vorkehrungen zur Hygiene gesorgt
Fieber messen, Bögen ausfüllen – seit Wochen haben die Mitarbeiter eine Menge zusätzlicher Aufgaben. Laut Hoferichter und der Pflegeleitung ist für alle Hygienevorkehrungen gesorgt.
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Doch der organisatorische Mehraufwand und auch die emotional fordernden Situation seien, wie in anderen Häusern auch, eine zunehmende Belastungsprobe. Steigt der Inzidenzwert über 200, müssen auch die Besucher bei Schnelltests in die Testungen mit dem Screening einbezogen werden. Das würde dann allerdings die Kapazitäten sprengen.
Freiwilligenbörse um Unterstützung gebeten
Hoferichter nahm in Absprache mit dem Träger, der Rheinischen Gesellschaft für innere Mission und Hilfswerk der Diakonie, Kontakt zur Freiwilligenbörse NRW auf, um personelle Unterstützung anzufordern. „Bislang haben wir leider keine Rückmeldung“, sagt Hoferichter. Die personelle Situation sei überall schwierig. Wer aus Burscheid die Qualifikation zum Beispiel aus den Berufssparten als Medizinisch Technische Assistenz, Pflegebereich, Arzthelfer oder Heilerziehungspfleger mitbringe, sei gerne gesehen. Es gibt eine Vergütung. Das Personal wird geschult und es gibt regelmäßige Besprechungen, bei denen man sich austauscht. „Die Mitarbeiter ermuntern sich gegenseitig. Und sie ermuntern auch uns“, sagt Hoferichter für sich und die Pflegeleitung.
Mitarbeiter vorübergehend in Quarantäne
Bislang habe es Fälle gegeben, dass zwei, drei Mitarbeiter in Quarantäne mussten. Die Bewohner wurden isoliert und in besonderen Fällen, bei dementen Bewohnern oder im Sterbefall, wurden die Angehörigen und Freunde in einen separaten Bereich gelassen, der für Besucher zugänglich ist.
Einen generellen Besucherstopp schließt Hoferichter aus. „Im Gegenteil, wir haben die Besuchszeiten auf 19 Uhr erweitert.“ Ein Stopp widerspreche der Allgemeinverfügung. Erst wenn es zu einem Ausbruch komme, sei ein Besucherstopp Thema und müsse vom Gesundheitsamt angeordnet werden.
Kontakt zur Außenwelt hält das Altenzentrum unter anderem durch Open-Air-Konzerte, wie mit dem Orchesterverein Hilgen.

