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NachrufTrauer um eine politisch engagierte Gartenfreundin

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Anne Marie Frese, 2016 in ihrem Garten.

Burscheid – Anne Marie Frese ist am Sonntag im Alter von 79 Jahren gestorben. Der Stadtentwicklungsausschuss legte am Dienstag eine Gedenkminute für die Liberale ein.

Zahlreich waren ihre kommunalpolitischen Stationen. So saß Anne Marie Frese zuerst von 1976 bis 1982 als sachkundige Bürgerin in verschiedenen Ausschüssen. Von 1982 bis Ende 2010 saß sie für die FDP im Rat. Von 2011 an bis zuletzt war sie sachkundige Bürgerin, zuletzt als stellvertretendes Mitglied im Schul- und Sozialausschuss, im Kultur- und im Wahlprüfungsausschuss.

Burscheiderin mit Ortskunde

Aufgewachsen in der Thielenmühle war sie eine echte Burscheiderin mit Ortskunde und Heimatverbundenheit und gab ihr Fachwissen als Historikerin und Vorsitzende des Bergischen Geschichtsvereins, Abteilung Burscheid, weiter. Anne Marie Frese war große Gartenfreundin. Zusammen mit ihrem Mann Jochen legte sie hinter ihrem Haus In der Dellen ein grünes Refugium an, das mit mancher botanischen Rarität verblüffte.

Ein Blickfang war der riesige Liriodendron, den sie Mitte der 70er Jahre pflanzte und – beschädigt nach einem Gewitterschaden – besonders hegte und pflegte. Die Blüten sind ein duftender Anziehungspunkt für Bienen und für Frese war die zweiwöchige Phase der Blüte ein Höhepunkt im Gartenjahr. Aber auch eine imposante Lärche, die die Familie in den 80er Jahren aus dem Urlaub im Engadin mitbrachte – in einem Joghurtbecher.

Wertvoller Beitrag zum Gemeinwesen

„Besonders zeichnete sich Frese durch ihre Kompetenz, Stringenz und Umsichtigkeit aus. Mit großem Engagement, das viel Freizeit und persönlichen Einsatz erforderte, leistete sie einen immens wertvollen Beitrag für ein gut funktionierendes Gemeinwesen“, schreibt die Stadt Burscheid.

Die Trauerfeier findet am Montag, 30. September, 10 Uhr, in der Friedhofskapelle des städtischen Friedhofs Burscheid an der Altenberger Straße statt. (JAN)