SPD BurscheidEntwicklungskonzept für die Stadt weckt Hoffnungen
- Das Handlungskonzept soll Stärken, Schwächen und Verbesserungspotenziale der Innenstadt aufzeigen.
- Nächste Woche steht ein interfraktionelles Treffen an, bei dem man über die Zukunft der Musikschule beratschlagen will
Burscheid – Der Ortsverein Burscheid der SPD hatte zur Jahreshauptversammlung in die Gaststätte Massiefen geladen. Der Vorstand um den Vorsitzenden Bodo Jakob wurde in seinem Amt bestätigt. Neuer Schriftführer ist Wahab Perviz, der sich auch für den Juso- Vorsitz bewirbt. Ein neuer Beisitzer ist Ralf Liebig.
Klaus Becker, Fraktionsvorsitzender im Burscheider Rat, zog auf der Jahreshauptversammlung Bilanz über die Arbeit und gab einen Ausblick, auf die Aufgaben für die Zukunft.
Nächste Woche steht ein interfraktionelles Treffen an, bei dem man über die Zukunft der Musikschule beratschlagen will. Die Schule gerät zunehmend in finanzielle Schieflage. Laut Becker liegt der Schwerpunkt der Fraktionsarbeit auf dem Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzepts (IHK). Im Zuge der Planung für die Montanusstraße wird ein solches Konzept für die Burscheider Innenstadt auf den Weg gebracht. Damit will die kleine Kommune finanzielle Förderung durch das Land erhalten.
Städtebauliche Neuordnung
Das IHK wird in Abstimmung mit der Bezirksregierung erstellt und soll vom Bereich Jugendzentrum und Tafel an der Montanusstraße bis zur Hauptstraße sowie von der Kreuzung Bürgermeister-Schmidt-Straße bis zur Kreuzung Mittelstraße reichen. In Folge des neuen Supermarkts, der an der Montanusstraße gebaut werden soll, soll der gesamte Bereich städtebaulich neu geordnet werden, damit zukünftig eine Einheit entsteht.
Das Handlungskonzept soll Stärken, Schwächen und Verbesserungspotenziale der Innenstadt aufzeigen. „Für mich ist das IHK epochal. Damit erhalten wir die Chance, Burscheid ein neues Gesicht zu geben“, sagt Becker.
Auch die Verkehrssituation in der Stadt und zumal die Auf- und Abfahrten der Autobahn 1 hat die SPD im Blick. Sie schlägt nun vor, die Verkehrsinseln im Bereich von Kaltenherberg zurückzubauen, um den Verkehr flüssiger durchleiten zu können.
Becker sieht sich in den Forderungen auch durch die neue mobile Ampelschaltung an der Höhestraße bestätigt. Diese hat der Landesbetrieb Straßenbau NRW eigentlich aufgestellt, um dem regelmäßigen Stau auf der Höhestraße zu begegnen. Die stationären Ampeln konnten das nicht ausreichend verarbeiten und es gab Stau auf der Autobahn.
Die mobilen Ampeln sind laut Straßen NRW zur Abwehr dieser Gefahr aufgestellt worden. „Das geht zulasten des Stadtauswärtsverkehrs“, sagt Becker.
Dass die Problematik auf dem Kölner Ring sich in den nächsten 20 Jahren entschärfen dürfte, glaube er nicht. Daher müsse in Burscheid bald etwas geschehen. „Denn nach zwanzig Jahren Behelfsampel am Griesberg sind wir alle reif für die Klapsmühle.“ Auch außerhalb des Berufsverkehrs komme es auf der Höhestraße nun zu unverhältnismäßig langen Wartezeiten.
