Kommentar zum WaldbadSinn für die Natur darf bei aller Vision nicht verloren gehen

Diepentals Charme ist verblüht, frischer Wind soll einziehen.
Copyright: Ralf Krieger
Leichlingen – Alte Postkarten der Familie Halbach dokumentieren eine lange Erfolgsgeschichte. Die Besucher des Waldbads ließen es sich unter dem Massagebrunnen gut gehen. Es gab Souvenirs aus Diepental und vom Angeln über Camping bis hin zum Wandern war für viele Geschmäcker etwas dabei.
Modernes Minigolf
Immer wieder wurde etwas Neues geboten. Und sei es Minigolf. Doch das Ausflugsziel kam zuletzt in die Jahre und gegen den Rückbau der Seen hat vor fünf Jahren noch die Bürgerinitiative „Rettet die Talsperre Diepental“ protestiert – vergebens.
Renaturierung ist beschlossen
So sehr August Halbach mit dem Bau der Talsperre Pionier war – manches Problem setzte er damit in die Welt. Immer wieder gruben die verzankten Familienzweige sich das Wasser ab. Und mittlerweile verlandet es. Muscheln, Krebse , Hecht und Zander werden hier künftig nicht mehr leben. Die Renaturierung ist beschlossene Sache. Der Geschichtsverein schlug jetzt mit dem Ausblick auf die Pläne des Investors ein Kapitel auf, das sich wie eine Renaissance der guten alten Zeiten liest, käme denn alles so, wie es die Planer versprechen. Visionen sind wichtig.
Blick auf die Ökologie
Fein wäre es, wenn dabei das Kapitel Diepental aus ökologischer Sicht bei den Verwaltungen der anliegenden Kommunen immer ausreichend Beachtung fände. Womöglich war der Niedergang des Ausflugslokals für die Natur eine willkommene Auszeit. Der Rummel mit Hotel und Eislauf soll wiederkommen. Weitere Flächen dürften versiegelt werden. Fraglich ist, was stärker ist. Restaurant oder Renaturierung?
