Wohnbebauung in BurscheidAn der Montanusstraße wird gerodet

Das Grün der Montanusstraße verschwindet.
Copyright: Stadt Burscheid
Burscheid – Am heutigen Donnerstag beginnen an der Montanusstraße auf dem ehemals städtischen Grundstück westlich des Jugendzentrums Megafon die Rodungsarbeiten.
Entwicklungskonzept
Wie die Stadtverwaltung mitteilt, wurde die Fläche an einen Investor verkauft, der auf dem Gelände eine Wohnbebauung plant. Dies geschehe im Rahmen der Zukunftsplanungen nach dem Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept – kurz IEHK 2025 genannt.
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„Hier wird ein Wohnhaus entstehen, in das unter anderem auch eine ambulant betreute Wohngemeinschaft eingerichtet wird“, erklärt die Verwaltung. Das Baufeld werde jetzt unter Beachtung der Schonfrist zum Artenschutz gerodet. Denn Bäume und Sträucher dürfen nur in der Zeit von Anfang Oktober bis Ende Februar geschnitten werden.
Löschteich zum Schwimmen genutzt
Vor der Rodung, so die Verwaltung, hatte ein Landschaftsarchitekt das Baufeld, so wie es im Bebauungsplan 98 - „Östliche Montanusstraße“ festgesetzt ist, untersucht, um artenschutzrechtliche Konflikte auszuschließen. Auf dem Gelände gibt es aus Zeiten des Bahnhofs noch Mauern eines ehemaligen Löschteichs. Ein Bürgerantrag, der den Erhalt der Anlage zum Ziel hatte, da ältere Burscheider sich noch an das einstige sommerliche Schwimmen dort erinnerten, wurde von der Politik abgelehnt.
Kritik an der Rodung
Als bereits Anfang 2019 an der Montanusstraße gerodet wurde, stieß das bei vielen Burscheidern auf Kritik. Die Verwaltung bittet für Einschränkungen im näheren Umfeld des Rodungsbereiches um Verständnis.

