Eiserne Hochzeit in LeichlingenDie Liebe kam 1956 in Diepental

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Christine und Günther Grunwald, eiserne Hochzeit, Bremersheide am 15. März 2023

Christine und Günther Grunwald feiern in Bremersheide eiserne Hochzeit.

Die Liebe kam in Diepental: Christine und Günther Grunwald lernten sich an dem damals beliebten Ausflugsziel kennen. 

Mitte der 1950er-Jahre war Diepental ein Ausflugsziel, dessen Anziehungskraft weit über die Grenzen Leichlingens hinausstrahlte. Dort lernten sich 1956 die damals 20-jährige Christine und der 19-jährige Günther kennen. Zwei Jahre später, am 15. März 1958, heirateten sie. 65 Jahre ist das jetzt her. Am Mittwoch feiert das Leichlinger Paar seine eiserne Hochzeit.

Christine Grunwald stammt eigentlich von der Nordseeküste, aus der Gegend um das nordfriesische Husum. 1956 war es tatsächlich genau andersherum als heute: Weil der Tourismus in Schleswig-Holstein noch nicht so sehr entwickelt war, kam die junge Christine als Saisonkraft nach Diepental, dort setzte man sie in der Konditorei ein, wie sie sagt.

Reisebusse voller Gäste kamen ins Murbachtal

Ihr späterer Mann, Günther, ist auch kein gebürtiger Rheinländer. Er entstammt einer geflüchteten Familie, die über Umwege aus Ostpreußen ins Rheinland gefunden hatte. Günther Grunwald war Schreiner in Burscheid, aber an den Wochenenden verdiente er sich etwas hinzu: In Diepental organisierte er den Parkplatz.

Zwar gab es bei Weitem noch nicht so viele Autos wie heute, aber im Murbachtal war damals viel los: An den Wochenenden seien immer eine Menge Reisebusse gekommen, erinnert sich Christine Grunwald.

Dann funkte es. Der Parkplatz-Wächter Günther und Christine aus der Konditorei lernten sich kennen. „In der Woche hatte ich dann auch mal frei“, sagt Christine, man traf sich und bald wurde Hochzeit gefeiert.

Beide fanden Arbeit im Pilgerheim

Die beiden blieben bei der Arbeit dicht beisammen. Günther blieb im Beruf, arbeitete als Schreiner im Pilgerheim Weltersbach im Tal nebenan. Christine war dort 25 Jahre lang als Pflegerin angestellt.

Gebaut haben sie in den 1960er-Jahren in Bremersheide auf dem Bergrücken zwischen dem Welters- und dem Murbachtal. Aus der Ehe gingen drei Töchter und ein Sohn, zwölf Enkel und fünf Urenkel hervor.

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