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Erste Earth Hour in LeichlingenEine Stunde lang das Licht löschen

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Die Leichlinger Klimaschutzmanagerin Monika Meves.

Leichlingen – Auch in Leichlingen sollen am Samstagabend überall für eine Stunde die Lichter ausgehen, um ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Die Blütenstadt beteiligt sich erstmals an der weltweiten Aktion „Earth Hour“, die es seit 2007 gibt. Sie ist in erster Linie eine symbolische Tat, um die Notwendigkeit des verantwortungsvollen Umgangs mit Energie, Ressourcen und Weltklima zu verdeutlichen. Die Stadtverwaltung ruft alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, an der Kampagne teilzunehmen.

Symbolische Klimaschutz-Aktion

Es ist die erste öffentliche Aktion der neuen Klimaschutzmanagerin im Rathaus, Monika Meves. Am Samstag, 27. März, soll von 20.30 bis 21.30 Uhr eine Stunde lang die elektrische Beleuchtung ausgeschaltet werden. Die globale Earth Hour steht unter dem Motto „Licht aus – Klimaschutz an“.

„Es geht dabei nicht primär darum, durch das Lichtausschalten Energie zu sparen“, erläutern Meves und Bürgermeister Frank Steffes in ihrem Aufruf zur Teilnahme: „Die Earth Hour ist eine symbolische und friedliche Aktion. Dass während dieser Stunde auch Energie gespart wird, ist ein willkommener Nebeneffekt. Es geht jedoch in erster Linie darum, durch das Symbol des Lichtausschaltens deutlich zu machen, dass jede und jeder Einzelne das Klima schützen kann. Und dass man das jeden Tag machen kann!“

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In Deutschland beteiligen sich mehr als 540 Städte und Gemeinden an der globalen Klimaschutzaktion. Sie wird vom WWF (Word Wide Fund For Nature) organisiert. „Die Aktionsstunde ist eine einfache Idee, die schnell zu einem weltweiten Ereignis wurde, denn Millionen von Menschen machen am gleichen Tag um 20.30 Uhr Ortszeit das Licht aus – und setzen so ein Zeichen für einen lebendigen Planeten“, erklärt Meves.

„Alles begann 2007 in der Stadt Sydney“, blickt sie zurück: „Mehr als 2,2 Millionen australische Haushalte nahmen am 31. März 2007 an der ersten Earth Hour teil. Sie schrieben Geschichte. Inzwischen ist die Earth Hour die größte globale Klima- und Umweltschutzaktion weltweit.“

„Ein Zeichen setzen“

Die nächsten zehn Jahre seien entscheidend, um eine Eskalation der Klimakrise zu verhindern. Wenn es nicht gelinge, die Erderhitzung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen, drohten katastrophale Konsequenzen für Mensch und Natur: „Jede sechste Art könnte aussterben. Wetterextreme werden häufiger – Waldbrände, Dürren und Überflutungen heftiger. Alle Menschen können am Lichtschalter ein Zeichen setzen, dass die Erderhitzung auch in Zeiten der Corona-Pandemie nicht vergessen ist.“

Die Klimaschutzmanagerin hat einen Flyer mit praktischen Klima-Tipps für den Alltag (von LED-Leuchten übers Badewasser bis zum Surfen im Internet) herausgegeben. Ausführliche Hinweise findet man auch auf der Webseite der Stadt.

www.leichlingen.de/bauen-wirtschaft-und-mobilitaet/umwelt/klimaschutz