Neuer Unfallbrennpunkt in LeichlingenAutofahrer achten nicht auf die Ampel

Vor der Einmündung des Ostlandwegs kommt es auf der Opladener Straße gehäuft zu Auffahrunfällen, weil Autofahrer die Ampel am Überweg an der Bahnunterführung missachten.
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Leichlingen – Es gibt eine neue Unfallhäufungsstelle in Leichlingen: Nach mehreren Karambolagen an derselben Stelle auf der Opladener Straße haben die Behörden die Einmündung am Ostlandweg in diesen Rang einer gefährlichen Verkehrslage erhoben. Die Strecke der L 294 vor der Ampel mit dem Fußgängerüberweg an der Bahn-Unterführung steht nun unter besonderer Beobachtung und soll durch mehrere Änderungen entschärft werden. Ein Problem für die Verkehrsteilnehmer stellen offenbar schlechte Sichtverhältnisse dar.
Zu viele Karambolagen mit Verletzten
Nach einer Auswertung der Kreispolizei wurden dort unter anderem drei Auffahrunfälle mit Leichtverletzten registriert. Alle Zusammenstöße ereigneten sich mit Autos, die in Fahrtrichtung Witzhelden unterwegs waren. Die Unfallverursacher gaben jeweils an, abgelenkt gewesen zu sein. Nach Ansicht der Experten ist das ein Indiz dafür, dass an der Stelle etwas nicht stimmt und verbesserungswürdig ist.
Sondersitzung am Unfallort
Die Unfallkommission, der neben der Polizei Vertreter der Stadtverwaltung und des für die L 294 zuständigen Landesbetriebs Straßen NRW angehören, hat sich deshalb vor Ort zu einer Sondersitzung getroffen, um sich die Situation anzuschauen. Dabei stellten sie fest, dass die vorhandene Fußgänger-Ampel relativ schlecht erkennbar ist. Folgende Maßnahmen wurden nach Mitteilung der Stadtverwaltung beschlossen:
■ Ein neues Verkehrszeichen „Lichtzeichenanlage“ wird etwa 100 Meter vor der Ampelanlage angebracht und um den Zusatz „nach 100 m“ ergänzt.
■ Der Baumbewuchs am Straßenrand wird gestutzt.
■ Die Ausrichtung der unteren rechten Ampel wird überprüft und korrigiert, damit man sie besser erkennen kann.
■ An den Ampelleuchten können weiße Blenden nachgerüstet werden, die ebenfalls der besseren Sichtbarmachung dienen.
■ Die Schutzzeiten der Ampelschaltung werden überprüft.
■ Werbeplakate, die an der Einmündung Bremsen stehen, sollen dahingehend überprüft werden, ob sie die Verkehrsteilnehmer zu sehr ablenken.
■ Tempomessungen werden angestellt, verdeckt, durch die Polizei oder auch mit einem Radarwagen mit „Blitzer“.
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■ Die Haltelinie in Höhe der Einmündung Ostlandweg wird demarkiert. Stattdessen wird eine Wartelinie markiert.
■ Die Polizei will intensiver überwachen, ob das Rotlicht missachtet wird.



