Schon im vergangenen Jahr hatte der Vorstand die Organisation in andere Hände gegeben.
Veranstaltung soll fortgeführt werdenVerein Leichlinger Stadtfest hat sich aufgelöst

Das Stadtfest in Leichlingen gibt es bereits seit mehr als 50 Jahren. (Archivfoto)
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Nachdem der Verein Stadtfest die Organisation der Feierlichkeiten, die zuletzt im Brückerfeld gefeiert wurden, schon im vergangenen Jahr an die Veranstaltungsfirma Grammoevents abgegeben hatte, hat sich der Verein jetzt aufgelöst. So steht es zumindest auf der Internetseite der Ehrenamtler: „Der Verein Leichlinger Stadtfest e.V. wurde aufgelöst.“ Und weiter: „Die Gläubiger des Vereins werden gebeten, ihre Ansprüche bei den Liquidatoren unter der Adresse Leichlinger Stadtfest anzumelden. Das Stadtfest wird weitergeführt durch Grammoevents.“
Das Stadtfest hatten seit vielen Jahren Mitglieder des Vereins organisiert, es war keine offizielle städtische Veranstaltung. Und schon im vergangenen Jahr, zur 51. Auflage, hatte der damalige Vorstand um Carsten Schulz mitgeteilt, dass der Verein das laut Schulz mehr als 100 Stände umfassende Stadtfest nicht mehr stemmen könne.

Joshua Mers und Carsten Schulz im Januar 2025.
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Das liege an mehreren Faktoren: Der Nachwuchs fehle, der bürokratische Aufwand sei in der Folge für die verbleibenden Ehrenamtler noch höher. Zum Beispiel dafür, ein Sicherheitskonzept auszuarbeiten. Vor rund einem Jahr, als Schulz und Joshua Mers, Inhaber von Grammoevents, ihre Kooperation der Presse vorstellten, sagte der Stadtfest-Vorstand bereits: „Gäb’s den Joshua nicht, hätten wir die Ämter niedergelegt und den Verein aufgelöst.“ Das ist jetzt offenbar geschehen.
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Dass Grammoevent die Veranstaltung jetzt übernimmt, sei die logische Folge aus der Absprache aus dem vergangenen Jahr, so Joshua Mers im Gespräch mit dem „Leverkusener Anzeiger“. Ob das Fest in diesem Jahr aber wie üblich am dritten Septemberwochenende stattfinden wird, ist noch unklar. Joshua Mers gibt sich auf Nachfrage einigermaßen zurückhaltend: „Wir wollen das machen, müssen aber erst einmal mit der Stadt sprechen.“ Denn das Stadtfest 2025 sei ein Verlustgeschäft gewesen. „Und wir können nicht noch mal Geld drauflegen.“
Das heißt, er erhofft sich finanzielle Unterstützung durch die Stadt. Es sei ja schließlich auch das Stadtfest. Der Verein Stadtfest habe bestimmte Kosten nie tragen müssen, weil er ein gemeinnütziger Verein gewesen sei, das sei bei einem gewerblichen Veranstalter wie Grammoevent natürlich anders. Lediglich Unterstützung durch Bauhof-Mitarbeiter habe er bekommen. So, wie das Fest im vergangenen Jahr gelaufen sei, habe sich das für sein Unternehmen nicht gelohnt.
Grundsätzlich, so sagt Mers, sei ihm und seinem Team aber daran gelegen, wieder möglichst viele Vereine ins Fest zu integrieren und „geringe Standmieten anzubieten“. Dafür bedürfe es jetzt aber erst einmal eines Gesprächs mit der Verwaltung.

