Chempark in LeverkusenSchornstein frisch verfugt

Fast fertig saniert ist der 126 Meter hohe und 90 Jahre alte Fachwerkskamin (2. v. r.), an dessen Außenhaut der Zahn der Zeit heftig genagt hatte.
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Leverkusen – In schwindelerregender Höhe erledigen zurzeit Mitarbeiter der Firma PS Schornsteintechnik im Chempark Leverkusen ihre Arbeit. Es geht um die Sanierung des östlichen von zwei 90 Jahre alten Kraftwerkkaminen im nördlichen Teil des Werksgeländes. Ursprünglich war zwischen den beiden 126 Meter hohen Schornsteinen von 1933 an das erste Bayer-Kreuz im Leverkusener Werk installiert. Es wurde nach Kriegsbeginn 1939 abgeschaltet und 1944 demontiert; das heute noch stehende Bayer-Kreuz, etwas kleiner als das erste, wurde 1958 installiert. Es gilt noch heute als die größte Leuchtwerbung der Welt – und unumstrittenes Wahrzeichen Leverkusens.
Sanierung im laufenden Betrieb
Die aktuellen Arbeiten sind profaner: Am nun sanierten östlichen Kraftwerksschornstein hatten zahlreiche kleine Risse und Schadstellen an der Verfugung Feuchtigkeit eindringen lassen. Sie drohten auf Dauer zu schweren Frostschäden zu führen. Daher wurden nun ab Höhe der benachbarten Gebäude alle Fugen flächendeckend aufgestemmt und erneuert; an einigen Stellen wurden auch ganze Steine ausgetauscht. Außerdem sind auch der Blitzschutz saniert und die vorhandenen Fallschutzsysteme erneuert worden.
Mirko Christian Heidebrunn, beim Chempark-Betreiber Currenta für das Projekt verantwortlich: „Wir sind sehr zufrieden, dass die Arbeiten so sicher, schnell und problemlos im laufenden Kraftwerksbetrieb erledigt werden konnten.“ In den nächsten Tagen soll die Sanierung bereits abgeschlossen werden. (ger)
